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  • A WHISPER IN THE NOISE / Wassermanns Fiebertraum - Noisefieber

    24 mai 2012, 6h22m

    [event=3230903]Mi., 9. Mai. – A Whisper In The Noise LIVE in Solingen[/event
    Es ist Mitte der Woche. Von Passau und Erfurt machen sich Musiker auf
    den langen Weg nach Solingen. Es sind Wassermanns Fiebertraum und
    A Whisper in the Noise. Die einen sind Debutanten , die anderen Routiniers.
    Respekt gebührt beiden Künstlern.
    21:15 Wassermanns Fiebertraum beginnen. Ihr energiegeladener Postrock
    und die schön synchronisierten Visuals ergeben eine gelungene Symbiose.
    Dafür das die Band erst seit kurzem existiert weisen sie schon eine eigene
    Handschrift auf. Der hohe Erkennungswert der Melodien findet dann auch seinen
    Höhepunkt in "Jetzt oder nie". Einem kleinen Hit. Eine vielversprechende Band,
    von der man mit laufender Erfahrung noch hören wird.
    Etwas verspätet um 22:40 betritt Wes Thordson und Sonja Larson die Bühne, besser
    bekannt als A Whisper in the Noise. Hier sind Vollblutmusiker mit jahrzehnte langer
    Erfahrung am Werk. Wes Thordson ist der Zeremonienmeister! Hinter seiner Technikfestung aus Keyboards, Sequenzern, Glockenspiel und Drumcomputer zaubert er Klangteppiche von einer unglaublichen Dichte. Sonja Larson begleitet
    ihn an der Violine und beim Gesang. Das Augenmerk liegt auf dem neuen Album
    "To forget". Dessen Musik in einem Farbton gehalten wird. Der Sound ist
    unglaublich gross. Am besten sind die Momente wenn Wes Thordson den Drumcomputer, das Piano und den Gesang gleichzeitig bedient und so zwischen
    Hip Hop Beat, Klassikpartituren, Avantgarde und Pop performt. Dabei harmonieren
    beide Musiker auf aller höchstem Niveau. Das Publikum lauscht gebannt und wirkt
    wie hypnotisiert. Nach einem einstündigen, überlebensgrossen Gig wechselt Wes
    Thordson an die Gitarre um seinen kleinen Semi-Hit "As we were" zum besten zu geben. Danach wollen sie gehen und werden vom Publikum noch einmal zurück-
    geholt um ihren letzten magischen Song zu spielen. Hier nach sollte nichts mehr
    wie vorher sein in Solingen.
  • LEONIDEN / YESTERDAY SHOP / KAPITEL 7 - Wild Youth Conspiracy

    24 mai 2012, 6h20m

    So., 29. Apr. – Leoniden, Yesterday Shop, Kapitel 7
    Ende April. Frühling und der Beginn eines fantastischen Konzertabends mit drei
    unterschiedlichen Artisten. Vorhang auf und Manege frei.
    Kapitel 7 ein Songwriter Duo aus Köln eröffnet den Reigen. Ihre Musik erinnert
    an deutsche Singer/Songwriter wie Gisbert zu Knyphausen etc. wobei das Niveau
    nicht erreicht wird. Textlich kann Kapitel 7 punkten aber musikalisch sind sie noch
    Welten von der ersten Garde des Folk entfernt. Mit Humor geizen die Kölner allerdings nicht und machen somit die eine oder andere Schwäche weg.
    Yesterday Shop deren einzelnen Musiker über unser Republik verteilt sind spielen
    eine Melange aus Postrock und Indiepop britischer Prägung. Eine E.P. haben sie bis
    jetzt veröffentlicht über Delikatess Tonträger. Live ist das Quintett eine Bank.
    Wunderschöne Gesangseinlagen, wechseln mit Gitarrenwänden von beängstigenden Ausmaß. Gerade die instrumentalen Parts überzeugen und lassen
    so manche Postrockband ratlos zurück. Eine vielversprechende Band auf die man live auf jeden Fall ein Auge werfen sollte, wenn sie in eurer Nähe sind. Je später der
    Abend ............. ihr wisst schon. Das Highlight der Show betritt in Form 5 junger Männer die Bühne , die als Leoniden noch ziemlich unbekannt sind. Das sollte sich
    bald ändern, denn was die Band um den charismatischen Lennart Eicke da entfacht
    ist kaum in Worte zu fassen. Latino - Funk - Soul - Emo - Indie - Punk Core. Die Musik
    ist reiner Rhythmus und bringt jeden schon beim zuschauen zum schwitzen. Ihr "Wohnzimmer Demo" geistert immer noch im Untergrund umher und macht nagrossen Appetit auf ihr bald kommendes Album. Ob der kleine Hit "City", der Funk- Soul Indie Kracher "Constant Checkout" oder die Klasse Komposition "Brilliant Minds" alles wird tight und mit einer Spielfreude dargeboten , die besonders durch
    die extravaganten tänzerischen Tobsuchtsanfälle von Gitarrist Lennart Eicke zu einer beängstigenden Erfahrung werden. Selten ist Indie so erfrischend und nicht
    in eine Kategorie zu pressen, die ähnlich der leider aufgelösten Trip Fontaine gleichkommt. Im Finale der Show, in der alle Musiker wirklich in Topform agieren
    ob Felix an den Drums oder Jan am Bass und der unterschätzte Plewka am Mikro
    sowie Djamin an Keys und Percussion, bricht Gitarrist Lennart mit den Gewohnheiten, entledigt sich seiner Gitarre und explodiert in dem er den Mikroständer mit sich schleift und in einem alles niedermähendem Gesangsduell
    mit Sänger Plewka die Bretter die, die Welt bedeuten verlässt. Sollten die Leoniden schaffen ihre unbändige Liveperformance auf Tonträger zu bannen können wir uns im Herbst auf ein spannendes Album freuen.
  • CRIPPLED BLACK PHOENIX - Rise up and fight!

    22 mars 2012, 18h45m

    Mi., 21. Mär. – Crippled Black Phoenix
    Altes Industiegelände. Neues Album. Altes Publikum. Neue Besetzung!
    Crippled Black Phoenix scharen eine immer grösser werdende Hörerschaft um
    sich. Diese Tour bestätigt dies eindrucksvoll. Heute Abend gibt es kein Support
    und das ist auch gut so, denn Material haben die Engländer genug und Zeit
    anscheinend auch. Die Location des Zentrum Altenbergs macht was her.
    Die Bühne wird in warmen Farben ausgeleuchtet und im Hintergrund prahlt
    auf roten Bannern "Rise up and fight". 20.00 Uhr CBP beginnen mit dem Intro ihres aktuellen Albums. Dann folgt "Troublemaker" und "Fantastic Justice" vom Vorgänger. Der Sound ist dünn und der neue Sänger erinnert eher an einen Sänger einer Schülerrockband. Er versucht den charismatischen Joe Volk so gut er kann zu ersetzen aber wirkt dabei unbeholfen. Das ist noch kein eigener Stil zu erkennen. Die Band
    spielt sich souverän durch "The Heart of every Country" und "Get down and live with it". Stimmung will aber einfach nicht aufkommen. Den Song" When you're gone" widmen sie der ausgeschiedenen Daisy Chapman, die man hier heute Abend ebenfalls schmerzlich vermisst. Das Gesamtbild leidet unter dem ständig wechselndem Bestzungskarussel. CBP wollen es aber wissen und legen das phänomenale "The Brain /Poznan" nach. Langsam nimmt das 7 köpfige Kollektiv Fahrt auf und ausgerechnet bei "Of a Lifetime", purem Classicrock ist alles so wie man sich es wünscht. "Suggestion (not a very nice one)" lässt zum erstenmal Spielraum für Improvisationen und die nutzt Karl Demata um sich in einem minutenlangen Solo zu verlieren, das den ersten Höhepunkt des Abends setzt. Der Sound wird dichter, die Spielfreude grösser und ab jetzt stehen die Zeichen auf Sturm. "Laying Traps", "Born in a Hurricane" und "Release the Clowns". Das neue Werk steht im Vordergrund. In der Zwischenzeit wird draussen in einer Zigarettenpause diskutiert. Thema: Der grosse unbekannte neue Sänger, an ihm scheiden sich die Geister. Mittlerweile im Konzert wird die Betriebstemperatur hochgefahren denn "We forgotten who we are" ist an der Reihe und wird vom Publikum frenetisch und mit geschlossenen Augen genossen. Die Leute warten aber auf die Übersongs des Abends. Nach fast 2 Std. bekommen sie "Rise up and fight" und die Hymne "Burnt Reynolds" das noch gesungen wird als die Band schon längst die Bühne verlassen hat. Mastermind Justin Greaves hat bewiesen das er auch mit ständigem Wechsel der Musiker in seiner Band live triumphieren kann. Auf Dauer könnte es Crippled Black Phoenix aber zerreissen und ihnen ihren Charakter nehmen. Joe Folk und Daisy Chapman hatten einen erheblichen Anteil daran und sind nicht so leicht zu ersetzen. Come back!! Rise up and fight!
  • PIANOS BECOME THE TEETH - Exorzismus rocks!

    22 mars 2012, 18h40m

    Sa., 17. Mär. – Pianos Become The Teeth - Goodtime Boys
    Samstag Abend. Nieselregen. Köln. Einer der aufregendsten Bands der neuen Hardcore Bewegung "The Wave" wird hier im Underground mit einem ausverkauften Haus begrüßt. 21.00 Uhr PBTT beginnen nach dem Soundcheck ganz unspektakulär ihren Gig. "I'll be damned" ist das Motto und der mächtige Opener aus ihrem neuen Werk "The Lack Longafter". Vokalist Kyle Durfey ist die coole Sau. Ein dürrer, langharriger Typ der sich mit dem Mikrophonkabel zu geisseln versucht und dessen Stimme durch jedes einzelne Körperteil dringt. Jeder Song wird durch dissonante
    Intermezzos verbunden und verdichtet somit die ohnehin schon beunruhigende
    Stimmung. Ein wahnsinnig intensiver Cocktail aus Postrock und Screamo prägen diesen Posthardcore. Die Band ist instrumental auf den Punkt, allen voran Schlagzeuger David Haik der die Musik über alle Ebenen und Untiefen führt.
    PBTT boten einen kleinen Querschnitt ihrer Discographie und beendeten ihren
    Gig leider schon nach ca. 60 min. Intensiv aber zu kurz. Traurig war wiedermal das ,
    daß reservierte Hardcorepublikum keine Stimmung aufkommen liess. Wollen wir
    hoffen das dieser Gig nur eine Aufwärmübung ihrer kommenden Tour war.
    Exorzismus, Katharsis und Tränen. Grossartig!
  • TWO GALLANTS / The Bony King of Nowhere - Seems like Home to me!

    15 fév. 2012, 18h48m

    Di., 14. Feb. – Two Gallants, The Bony King of Nowhere

    Bram Vanpary besser bekannt als The Bony King of Nowhere eröffnet das ausverkaufte Konzert im FZW. Der Folksänger aus Belgien spielt nicht den zeitgeistigen Neofolk , der Bon Iver Ära sondern Folk in seiner reinen Form.Seine Stimme beherbergt eine harmoniegesangliche Anmut die der eines Graham Nash oder Nick Drake nicht unähnlich ist. Begleitet von einem Akustikgitarristen gibt Vanpary den verträumten aber geschmähten, einsamen Mann. Was als Schönklang beginnt endet nach der Hälfte leider in Gleichförmigkeit.
    Einen Spannungsbogen zu den Kaliforniern schlägt Vanpary deshalb nicht. Two Gallants kommen für 2 Shows nach Deutschland. Das Interesse ist gross, selbst wenn das letzte selbstbestitelte Album schon über 4 Jahre zurückliegt. Adam Stephens der übergroße Sänger und Gitarrist im rotkarierten Baumwollhemd und
    Tyson Vogel im Skullshirt mit Megavollbart und stilsicherer Frisur werden begüßt wie Veteranen ihrer eigenen Liga. Ihre punkige Version des Folkrock begeistert die Leute nach wie vor. Tyson Vogel der hinter seinem Kit wie Animal wirkt und ein großer Blickfang einer Two Gallants Show ist, harmoniert brilliant mit Adam Stephens, dem jeder Anschlag und Griff stilsicher von der Hand geht. Sie geben
    heute Abend ein Querschnitt ihres Schaffens zum besten und spielen sogar fünf
    neue Songs. Wobei der Schwerpunkt auf den rockigeren Sachen liegt, der tolle zweistimmige Gesang aber nicht vernachlässigt wird. Als nach der Hälfte ein Freund der Band von der Bühne springt und ins Leere fällt ( ihm ist nichts passiert) können selbst Vogel und Stephens ihr Lachen nicht unterdrücken."Las Cruces Jail" wird natürlich auch gespielt und sorgt in den hinteren Reihen für einen Moshcircle. Bevor die Kalifornier dann "Steady rollin" spielen, schnappt sich Tyson Vogel eine Monitorbox und stellt sie als Befestigung vor seine Bassdrum und kann sich danach die Bemerkung "Don`t fuck with me" nicht verkneifen. Herrlich!! Two Gallants sind die Art von Band, die durch ihren Charme, den Spielwitz und die Intimität ihrer Shows, ein reduziertes Ereignis der Extraklasse abliefern. Dazu gehört auch, das sich Vogel während eines Songs mit dem Tambourine unter das Publikum mischt um sich danach mit Stephens wieder zweistimmig in eine Reihe zu stellen.
    Seems like Home to me!!!!!!!
  • CONMOTO - RISE UP!

    8 nov. 2011, 13h46m

    Sa., 5. Nov. – CONMOTO
    Conmoto die Nachfolgeband der Bubonix treten heute im
    Waldmeister an. Das Quartett um die charismatische
    Sarah de Castro legen direkt mit "Devil to feed" tight los.
    Die langjährige Liveerfahrung merkt man den Musikern
    an. Spielfreude und Souveränität. Sarah de Castro deren
    Name auch ihren Unteram ziert unterhält zwischen den
    Songs das Publikum mit humorvollen Interaktionen und
    Conmoto zücken dann das erste As aus dem Ärmel.
    "Golden Dawn" prügelt dir Bud Spencer like die Rückenwirbel
    durcheinander um dann in einen fantastischen Refrain " We
    gotta leave everything that we're working for /We gotta rise up
    and never fall down,down" den Optimismus regieren zu lassen.
    "Othero" mit seinen Klassebreaks und die Hommage "Bill the Butcher"
    an Daniel Day Lewis zeigen eine aufspielende Einheit.
    Conmoto bringen dann im Finale eine Coverversion ihrer Freunde
    Trend. Sarah legt die Gitarre nieder und bringt nur mit dem Mic
    bewaffnet "Wir haben einen Auftrag". Sie fegt durch die Location
    und berührt die Leute mit ihrem unnachahmlichen Charme.
    Zum Ende geht es dann auch deutschsprachig weiter mit einer Ansage
    an die ewige deutsche Ordnung. "14 Punkte Flensburg" bringt es mit
    wenigen worten auf den Punkt. "Wenn du glaubst das du alles bist weil
    du glaubst das da sonst nix ist" Ey! Ihr Scheiss Nerds!
    Nachdem alle Songs des regulären gerade erschienen Albums" Cut Cut
    Cut" gespielt sind, will die Crowd mehr und Conmoto spielen als Zugabe
    einfach nochmal 3 Songs des vorherigen Sets. "Golden Dawn" erweisst
    sich jetzt als absoluter Hit. Im Schweisse ihres Angesichts verlassen
    Olei, Manuel ,Markus und Sarah die Bühne. Feierabend!!!!
    Text:Volker Dickerhoff
  • ENVY - Todd Anderson - Der König tanzt!

    11 oct. 2011, 6h13m

    Do., 6. Okt. – Envy, Todd Anderson
    Der König tanzt! Envy sind in Köln und erhalten einen
    bescheidenen Support.
    Todd Anderson aus Marburg/Münster eröffnen den Abend
    mit einer schwachen Performance. Das gilt für die Musik
    sowie den holprigen Sound und den stumpfen Gesang.
    Ihre Version von Hardcorepunk mit deutschen Texten
    ist eine traurige Vorstellung davon wie Mittelmaß klingt.
    Fluchtgefahr!
    Danach waren die Erwartungen gross! Envy betreten unscheinbar
    die Bühne und beginnen ihr Set mit "Further ahead of the Warp".
    Der Sound ist dünn und gibt kaum die Intensivität ihrer Musik
    wieder.Sänger Tetsuya Fukagawa war darüber hinaus gesundheit-
    heitlich angeschlagen und brachte seine ansonst heftigen Screamo-
    einlagen nur mit halber Kraft. Der Sturm blieb aus.
    Die ruhigen Passagen wie etwa in "Scene" oder "Worn heels and the Hands we hold" sind subtil und ausdrucksstark . Hier liegen
    die Stärken heute Abend und mit "A warm Room" beenden sie den
    regulären Gig der den Schwerpunkt auf ruhige Momente legte.
    Menschen , Musik und Dinge verändern sich , Erwartungen wohl nie!
    Text: V. Dickerhoff
  • KOKOMO / WILD DOGS IN WINTER - AN BEIDEN ENDEN!

    27 sept. 2011, 14h23m

    So., 25. Sep. – Kokomo, Wild Dogs In Winter
    Postrocktag! Heute bekommen wir beide Enden der Musik geboten und was dazwischen liegt .KOKOMO aus Duisburg eröffneten ihr Set in Dunkelheit. Das Quartett hat eigene Scheinwerfer dabei und hält sich eher im Schatten auf. Ihre Musik ,die auf Tonträger auch sphärisch ist wird live durch eine dominante Lautstärke niedergeknüppelt. Dafür bieten Kokomo brachiale Rhythmik und brutale Musik. Ohrenbluten incl. Leider sollten sich Nuancen in diesem Sound nicht durchsetzen und so könnte das Konzert teilweise als Hardcore Gig mit Metaleinschlag durchgehen. Schade denn die Gitarrenarbeit lies mehr erahnen.
    Niederschmetternd war es in jedem Fall. Für WILD DOGS IN WINTER wird danach der Saal bestuhlt. Die Gäste sind begeistert und nehmen die Sitzgelegenheit dankend an. In einer sehr angenehmen Atmosphäre eröffnen die Engländer ihren
    feinsinnigen Gig. Gitarren erklingen in schön gesetzten Abständen. Die Musik öffnet
    sich langsam, braucht Raum zumn atmen. Der Gesang klingt verloren und bietet damit melancholische Projektionsflächen für ein angenehm stilles Publikum.
    Stilistisch liegt die Bandbreite zwischen Postrock über Slow/Sadcore bis zu Ambient.
    Die Ausbrüche sind rar aber genau gesetzt. Das Quintett bietet grandiose Klangcollagen und Vokalist Rhys Baker untermalt das mit fast resignierender Art.
    Musik als pure Emotion. Ein Erlebnis!!!!!!!!!!!
    Text: Volker Dickerhoff
  • CALEYA /GRAND GRIFFON - TRYMMERZEIT

    27 jui. 2011, 9h57m

    Fr., 15. Jul. – Caleya, Grand Griffon
    Zwei gewichtige Bands der deutschsprachigen Musikszene erfüllen heute Abend das Waldmeister Ambiente mit Licht. GRAND GRIFFON die neue Band um die Ex- ESCAPADO Musiker Helge (Gesang) und Gunnar (Bass) erzeugen heute hohen Erwartungen. Im Gepäck das Debut " Protektor". Die Band legt ohne Schnörkel los. Helge hat genug Erfahrung um das Publikum mitzuziehen. Postpunk mit wütenden Einschnitten die sich aber eher subtil über die Texte entfalten. "Kentucky" ist ein Beispiel für einen energiegeladenen Song mit Hitpotenzial der GRAND GRIFFON zu Höchstform wachsen lässt. Die neuen Lieder begeistern durch packende Hooks , subtile Melodien und Helges eigene Sprache. Grand Griffon sind gut und sie wissen das. Das Publikum reagiert mit grosser Anteilnahme und feiert es wohlwollend. Grand Griffon sind gut , ja sie sind gut. Verdammt!!!!!!!!!
    Die Hamburger CALEYA haben es schwer. Ihre Musik ist sperriger und düster. Der Posthardcore- Doom erzeugt sofort einen tiefen Sog und wer sich darauf einlässt wird hineingezogen. Pablo von der befreundeten Band
    GREY hat für unbestimmte Zeit, durch den gesundheitsbedingten Ausfall von Gründungsmitglied Wolle , hinter dem Schlagzeug Platz genommen.
    Die neuen Songs "Aporie" und "Apogaeum" sind von einer schier unfassbaren Intensität. Tobias Lietz ist mit Sicherheit einer der intensivsten
    Sänger im Bereich des extremen Gesangs. Die Rohheit der Musik und die gleichzeitig fragilen Liedkonstrukte im Zusammenhang mit der tieftraurigen Lyrik sind einzigartig. "Archetyp" der Übersong , mit dem grandiosen Aufbau und seinem Abtauchen in ein Meer aus Ohnmacht ,Traurigkeit und wütender Resignation ist dermaßen berührend und betäubend. Luft holen!!!
    Dann der Höhepunkt des Abends: Nils Wittrock (The Hirsch Effekt) entert
    die Bühne um mit seinen Freunden von CALEYA das mächtige "Anima" zu
    spielen. Ohne Worte!!!!!!!! Ein einzigartiger Auftritt , genau wie ihr neues
    Album "Trümmermensch". CALEYA sind Herzensangelegenheit oder Kopfschmerz. Zuneigung oder Ablehnung. Kalt lassen sie auf jeden Fall niemanden "denn im Staube der Zeit erwächst ein neues Herz all das was bleibt sind Trymmer" .
    Text: V. Dickerhoff
  • AGENT FRESCO - ACOUSTIC SHOW

    4 jui. 2011, 18h03m

    So., 26. Jun. – Agent Fresco (IS) ###exclusive Acoustic Show in Solingen###
    Ein Day - Off zwang die Isländer einen Tag länger in Solingen zu bleiben
    und gleich noch einen exklusiven , sehr seltenen Akustikgig zu spielen.
    Wer die Show gestern besuchte , hatte heute freien Eintritt.
    Es waren tatsächlich wieder Leute des gestrigen Abends da und so fand
    der Auftritt in einem kleinen intimen Kreis statt. Vignir Rafn Hilmarsson diesmal mit einem E-Kontrabass , Hrafnkell Örn Guðjónsson auf der Cajon und Þórarinn Guðnason an Akustikgitarre und Piano. Agent Fresco spielten umarrangierte Kompositionen ihrer Songs."Anemoi" ist wieder der Opener , allerdings ohne Piano sondern mit Akustikgitarre und Cajon vorgetragen. Diesmal erinnert die Musik eher an Swing oder Jazz mit mehrstimmigen Gesang. Dan Arnársson kommt noch besser zur Geltung und entfaltet fast einen sakralen Tenor. Die nächste Ansage gilt dann dem furiosem gestrigen Publikum "The best Place on our Tour and probably will be" , es folgte "Silhouette Palette" in einer Swing-Pop Version. Vor "Tiger Veil" erläuterte Arnór die Geschichte hinter dem Song und der anschliessende A-Capella Gesang lies einen Schauer durchs Publikum gehen. "Almost at a Whisper/ Pianissimo" wurden als ein Lied dargeboten, eine lupenreine Pianonummer mit grandioser Rhythmussektion und dissonanten Basseinsätzen . "A long Time listening" war da wohl der beste Song des Abends. Mit all seinen Steigerungen , Bridges und Breaks . Berührend!!! Nach einer langen Dankesrede und einer entspannt wirkenden Band spielen sie den letzten Song des Abends. Fast wehmütig lauscht man den letzten Tönen und einem sehr emotionalen "Eyes of a Cloud Catcher", zu wissen das es jetzt zu Ende geht. Reykjavík und Solingen sind ab jetzt Partnerstädte. Island vs. Waldmeister 1:1.!!!!!!!!!!!
    Text: Volker Dickerhoff