29.09.2011 - Tracks @ arte

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27 sept. 2011, 10h04m

Do, 29.09.2011 | 22:45 - 23:40 Uhr

* Der Sound des Nordatlantiks - Musik von den Färöern
Die Färöer-Inseln gehören offiziell zu Dänemark, betrachten sich jedoch als autonom. Kein Wunder: Schliesslich liegen ihre 779 Inseln etwa 330 Kilometer vom nächsten Festland entfernt. Und ihre Eigenständigkeit zeigen die Färinger am liebsten auf kulturellem Weg.
Dabei wird ebenso auf alte Traditionen zurückgegriffen wie auf internationale Einflüsse. Ob Metal, Hip-Hop oder Punk, die Menschen hier sind auch in musikalischer Hinsicht begeisterungsfähig, wissbegierig und gastfreundlich. Bestes Beispiel: Das "G! Festival", das international immer grössere Beachtung erfährt.
Einen Steinwurf vom tosenden Nordatlantik entfernt, spielen dort in diesem Jahr unter anderem die dänische Popqueen Fallulah, die jazzigen Trash-Metalheads Meshuggah aus Schweden und die lebenden Legenden des Gospels, The Blind Boys Of Alabama. Wind und Wetter sind inklusive, wie immer auf den Färöern.

* Drei-Platten-Frage mit Dieter Meier von "Yello"
Er ist der Gentleman der elektronischen Musik: Dieter Meier von "Yello". Tiefe Stimme, graues Haar, Anzug und Pochette sind sein Markenzeichen. Dass der Schweizer Tausendsassa aber nicht nur wegweisende Popmusik produzieren kann, beweist derzeit eine Kunst-Ausstellung, die auf 40 Jahre Talent, Spektakel und Performance der besonderen Art zurückblickt. Nichts davon sei geplant gewesen, stets sei ihm alles zugefallen, einfach aus dem Nichts entstanden. Die Antwort auf seine Lieblingsplatten bleibt er "Tracks" zwar mehr oder minder schuldig. Das macht aber nichts: Kunst braucht keine Antworten und Genies brauchen keine Vorbilder.

* Y'akoto
Wem elektronische Musik nicht genug Seele hat, der kommt am neuen Klangwunder aus Hamburg nicht vorbei: Y'akoto. Eine Stimme, die berührt, die einen mitnimmt auf eine Reise ins Innere und zu den Wurzeln, die uns zu dem machen, was wir sind.
Rastlosigkeit ist der Motor, der die junge Deutsch-Ghanaerin antreibt. Grosse Gefühle verpackt sie geschickt in kleine Geschichten, die nicht zwingend nur von der Liebe handeln müssen. Ihr Erstling "Babyblues" hat auf jeden Fall das Zeug zum Klassiker. Und dass R&B-Queen Erykah Badu ein grosser Fan ist, verwundert nicht, wenn man Y'akotos Stimme zum ersten Mal hört. "Tracks" ist ebenfalls Fan der ersten Stunde.

* Kultobjekt Musikkassette
Das Ende einer Ära: Die Musikkassette tritt ab - eher still und heimlich als mit grossen Knall. Dabei hat sie Generationen geprägt und an Musik herangeführt. Lange vor mp3 und Internet vollzog die bespielbare Audiokassette bereits eine Demokratisierung des Umgangs mit Musik. Spätestens mit dem Doppelkassettendeck waren der Kopierlust kaum noch Grenzen gesetzt.
Aber es wurde nicht nur kopiert, sondern auch kreiert: Mixtapes waren Kunst- und Kommunikationsform - für viele sogar der moderne Liebesbrief. Nun sind die geliebten Tapes von damals nur noch Rohstoff für Kunstinstallationen oder nostalgische Marketingstrategien. "Tracks" schaut zurück und erinnert sich mit zahlreichen Stars an Walkman, Bandsalat und das Rezept für den perfekten Mix.

* Blondie
Die schärfste Blondine seit es Punk gibt - Deborah Harry / Debbie Harry. Auch bekannt unter dem Bandnamen Blondie. Ob es nun Punk oder New Wave ist und war, dem die Band seit Mitte der Siebziger zugeordnet wurde, eins sind sie bis heute: echt cool! Kürzlich haben sie mit "Panic of Girls" ihr x-tes Studio-Album veröffentlicht und immer noch ist Frontfrau Debbie das sexy Aushängeschild der Combo. Auch mit Mitte 60.
Tracks" traf die Sirene zusammen mit Ex-Freund und Bandgründer Chris Stein zu einem Besuch im Berliner Ramones-Museum. Doch der Promo-Termin verlief anders als gedacht: statt ewig Werbung für ihr neuestes Werk zu machen, schwelgten die beiden lieber in Erinnerungen an vergangene Tage in New York, das CBGB und die Zeit, als Musik noch eine ganze Ära prägte.

* Beatsteaks
Geschlagene Steaks, Rind mit Beat, eine Ehrung der "Beat-les"? Über ihren Namen wurde mehr philosophiert als Aristoteles je hätte schreiben können - den Beatsteaks ist's wurscht: Sie sind seit Monaten auf Europa-Tournee und mittlerweile gold-dekoriert. Die fünf Berliner sind ihrer musikalischen Linie seit 15 Jahren treu, nun scheint die Welt reif für (ost)deutsch-englischen Alternative. Punk ohne Prunk, Verkauf ohne Ausverkauf, dafür grenzenlose Zufriedenheit seitens der Band. Einer der Gründe: Produzent Nick Launay. Sonst legt der Exil-Amerikaner bei Bands wie Yeah Yeah Yeahs oder Arcade Fire Hand an, jetzt sorgt er bei den Berlinern für den letzten Schliff.
"Tracks" pendelt zwischen L.A. und Berlin und erkundet den Erfolgspfad des Punk made in Germany.
Envois en attente
New Wave, MUBI

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