With Full Force XV - total fuckin' destruction!!!

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8 jui. 2008, 8h53m

Fr., 4. Jul. – With Full Force XV

Bitte spart euch Beleidigungen und Hasstiraden, sollte mir die eine oder andere Show eurer Lieblingsband nicht gefallen haben! Wenn ihr abslout nicht mit mir übereinstimmt könnt ihr mir gerne erklären warum, aber bitte bleibt sachlich. Vielen Dank!

04.07. Freitag

Mein erster Festivaltag beginnt mit Misery Speaks, die scheinbar sehr vom Göteborg Sound beeinflusst sind. Ich kenne zwar keinen einzigen Song, aber was ich höre und sehe gefällt mir auf Anhieb. Muss ich mir mal definitiv was besorgen. Ein wirklich guter Festivalanfang!

Direkt danach kommen Drone, auf die ich wirklich gespannt war, schließlich gewannen sie das Wacken Metal Battle 2006 und waren eine der wenigen Thrash Metal Bands des Full Force Festivals und meine Erwartungen wurden vielleicht nicht übertroffen, aber weitesgehend erfüllt. Auch wenn dieser typische Neo-Thrash á la Machine Head nicht so meine Sache ist, ging die Show vollkommen in Ordnung! Auch hier sollte ich mir mal ein Album besorgen!

Warum wir dann zum Zelt gingen um uns Radio Dead Ones anzusehen weiß ich nicht mehr genau, jedenfalls langweilten sie uns von der ersten Minute an. Zehntausend mal gesehen, eine million mal gehört! Also gleich wieder weg!

Als nächstes kamen Caliban, die ich ja noch nie live bewundern durfte. Mir wurde von vielen Seiten zugetragen, dass sie live eine absolute Katastrophe sein sollen und das vor allem der Klargesang desöfteren für unangenehme Gänsehaut sorgt, aber ganz ehrlich: ich fands geil! Ab in den Pit, die obligatorische Wall of Death mitgenommen, die zwar nich so geil walzte wie einen Tag später bei Heaven Shall Burn aber definitiv Lust auf mehr machte und der Klargesang war auch absolut in Ordnung! Geil!

Cataract haben mich dann eher enttäuscht. Die Energie, die Scheiben wie Kingdom, With Triumph Comes Loss oder Golem entwickeln, konnten Cataract an diesem Tag nicht ganz vermitteln. Ich hatte teilweise echt Probleme die Songs auseinanderzuhalten und irgendwie langweilte mich die Show recht schnell, also verließ ich das Zelt nach der Hälfte des Gigs. Schade, da hätte ich wirklich mehr erwartet! Unspektakulär!

Mit Morbid Angel kam dann die volle Packung 80er Jahre! Auch hier kannte ich nicht einen einzigen Song, was mich aber nicht davon abhielt bei diesen geilen Soli und der oldschool Frisur des einen Gitarristen die Luftgitarre zu schwingen. Die Performance wirkte eher steif, leider gab es kaum eine Interaktion der Gitarristen aber nun gut. Old-school death metal to the max! Schnell, böse, geil!

Joa, wat soll ich zu Bullet for My Valentine sagen. Ich kann die Stimme des Sängers ums verrecken nicht ab. Das dämliche pseudo oldschool Getue (ähnliche Verkausstrategie wie bei den Idioten von Trivium) geht mir auch aufen Sack und überhaupt hatte ich keine großen Erwartungen an die Waliser. Eine schön einstudierte Bühnenchoreographie ersetzt einfach nicht fehlende Energie. Spielerisch kann man ihnen keinen Vorwurf machen, aber das war mir alles zu klinisch, ohne Ecken und Kanten und einfach zu einstudiert und der Sänger nervt nachwievor!

Machine Head hab ich mir aus sicherer Entfernung angesehen. Naja, irgendwie nervten mich Flynns Ansagen. Ich dachte Alex Laiho wäre der einzige, der das Wort "Motherfucker" so penetrant ausreizen kann, aber Flynn hats getoppt! Musikalisch ging mir das alles irgendwie links am Arsch vorbei. Ich mag keine einzige komplette Machine Head Scheibe und eigentlich wollte ich eh nur Imperium sehen und da der recht früh gespielt wurde, habe ich des Gelände nach gut der Hälfte des Gigs verlassen! Machine Head konnten mich mit The Blackening genauso wenig überzeugen wie mit dieser Show. Wie schon bei Drone erwähnt, ist dieser Neo-Thrash einfach nicht mein Ding. Die Bühnenperformance war auch eher bescheiden, dafür war der Sound eines Headliners würdig und hat ordentlich gedrückt, was während des kompletten Festivals nicht immer der Fall sein sollte!

05.07. Samstag

Als erstes gehts zu den Dänen von Illdisposed, die im Programmheft als Technical Death Metal bezeichnet werden und ich mich zum wiederholten mal fragen muss, ob der Verfasser dieser kleinen Bandtextchen sich die Musik auch wirklich mal angehört hat. Technical war da mal gar nix, dafür aber schön eingängig und walzend! Ähnlich wie bei Misery Speaks ging das alles sofort ins Ohr und die geilen, selbstironischen Ansagen des Sängers haben mich gleich auf die Seite der Dänen gezogen: "...geh runter von die Bühne du fette dänische Arschloch!!!" Ich liebe es wenn sich Bands nicht allzu ernst nehmen!

Job for a Cowboy ist eine dieser unzähligen modernen Death Metal/Deathcore Bands, die wie Unkraut aus'm Boden sprießen und da das mal so gar nicht meine Welt ist, tue ich mir die Show aus sicherer Entfernung an. Tja, die Show war ganz ok, die Musik relativ undefinierbar und daher für mich eher austauschbar. So richtig viel war auch nicht los und Stimmung wollte irgendwie nicht so richtig aufkommen. Naja, wat solls!

Dann waren schon Entombed an der Reihe! Geil, geil, geil! Entombed haben den wahrscheinlich hässlichsten Sänger der Welt, dafür geht der Kunde aber gut ab und hat ein geiles Organ. Seine Wohlstandswampe wippte lustig im Takt und überhaupt waren Entombed mit ihrem ultra-groovigen Death Metal Geknödel absolut geil. Mit meinem Lieblingssong Wolverine Blues wurde die ganze Chose noch schön abgerundet!

DevilDriver schaue ich mir nur an, weil ich bei Heaven Shall Burn weiter vorne stehen wollte und naja, DevilDriver sind arschlangweilig. Nette Bühnepräsenz, aber die Mugge hat man schon tausendmal gehört und zwar tausend mal besser. Ich wollte Devildriver ja auch gar nicht sehen und vielleicht erschien mir deswegen die Show so endlos lang und einschläfernd! Bullshit!

JAAAA! Mighty Heaven Shall Burn entern die Bühne und ich stehe ganz vorne und werde schon vor Beginn der Show unangenehm mit der Brüst gegen den Zaun gedrückt! Geile Stimmung! Endzeit ist zwar nicht grade mein Lieblingssong vom Iconoclast (Part 1: The Final Resistance) Album, aber dafür spielen sie danach umso mehr Klassiker plus meinem Iconoclast Übersong Forlorn Skies! Voices Of The Voiceless, The Weapon They Fear nur die großen Hits. Irgendwann zeichnen sich rote Striemen vom Zaun auf meinem Brustkorb ab und ich geh in den Pit mit Circle Pit um den Wellenbrecher herum. Hammer! Irgendwann bekomm ich mit der Faust schön ein Ding ins Gesicht gedrückt, taumele zu Boden, aber der "Übeltäter" hilft mir wieder auf die Beine, entschuldigt sich und weiter gehts! So hab mag ich meinen Pit! Abgerundet wird die Show mit dem Black Tears Cover und gut ist! Total zerstört und dehydriert gehts erstmal an den Getränkestand! Hammer Show! GEIL GEIL GEIL!!!

06.07. Sonntag

Enemy of the Sun sind wenn ich mich richtig erinnere noch recht neu im Buisness und genauos wirken sie auch auf der Bühne. Die Mucke ist cool. Hat moderne groovige aber auch thrashige Momente und vor allem haben sie nen klasse Sound. Ein bisschen steif wirkt die Performance. Während der Sänger wahrscheinlich gute 20km Fußweg zurücklegt, kommt die Bassistin nich über müdes bangen hinaus und wirkt irgendwie deplaziert, aber is ja auch egal. Daran kann man arbeiten! Die Mucke gefällt mir jedenfalls ganz gut!

Mit Volbeat spielt dann mein zweites dickes Full Force Highlight. Hammer! Wat soll ich dazu noch groß sagen? Vor drei Jahren haben Volbeat noch vor 100 Leute gespielt, jetzt ist es um 15 Uhr gerammelt voll vor der Mainstage und es wird wirklich ein Klassiker (sind es nicht alles irgendwie schon Klassiker?! XD) gespielt! Radio Girl, The Garden's Tale und mein absoluter Liebling Sad Man's Tongue werden in bester Rock'n Roll Manier zelebriert!!! Der Griff zur Whiskayflasche und das Geradekämmen der Ölmatte des Sängers wirken nicht an einer Stelle aufgesetzt und überhaupt vom Sound, bis hin zur Stimmung im Publikum ist einfach alles erstklassig!!! Gott, ich liebe diese Band!

Nach 3 Tagen Alkoholexzessen (Mit Cola-Whiskey kann man mich echt jagen), nem dicken Sonnenbrand auf den Armen wollte ich mir eigentlich nur noch Cavalera Conspiracy anschauen, aber irgendwie treibt es mich dann doch nochmal vor die Bühne um Avenged Sevenfold zu sehen. Ich hab zwar ne Scheibe von Avenged Sevenfold, richtig angehört hab ich mir ihren mit ner Menge richtig geiler 80er Leadgitarren Melodien ausgestatteten Metalcore aber noch nicht richtig und so waren meine Erwartungen nicht sehr groß. Der Sänger, scheinbar ein großer Fan von Rob Halford, hat wirklich ein cooles Organ und die beiden Gitarristen haben mich mit ihren Leadattacken teilweise wirklich beeindruckt, aber der Emogesang des Schlagzeugers(!?) ging mir dermaßen auf die Eier, dass ich auch hier nach gut der Hälfte der Show das Gelände nochmal verließ! Bei Avenged Sevenfold gibt es so viele coole Ansätze. Kommerzielle Melodien gibt es, genauso wie eingänige punkige Riffs was alles nicht weiter schlimm ist, aber das extrem hässlich geknödelte Emogeheule kann ich einfach nicht ertragen. Und irgendwie werden sie in Deutschland dem Headliner Status noch nicht gerecht, denn vor der Bühne war einfach mal überhaupt nix los. Das sollte sich am Abend aber noch ändern...

... denn nun entern Cavalera Conspiracy die Bühne! Eins gleich von vornherein! So cool wie der Gig auch im Endeffekt war, ich habe mich die ganze Zeit gefragt, welche Berechtigung diese Band eigentlich hat. Jetzt hat Max gleich zwei Bands mit denen er Sepultura Songs covert. Wie 2006 auf'm Force als er mit Soulfly auftrat, gab es auch diesesmal die volle Packung Sepultura Klassiker! Das man mit einem Album kein dickes Programm füllen kann ist verständlich, warum spielen sie dann aber als Headliner? Naja, jedenfalls wurden vom Inflikted Album, vielleicht 2 oder 3 Songs gespielt und zum Glück war Sanctuary dabei. Ist schließlich der einzige Song vom Album, der mich von vorne bis hinten überzeugen konnte. Ansonsten gab es wie schon gesagt eine Menge Sepultura Songs zu bestaunen, wie z.B. Territory, Inner Self, Refuse/Resist,Desperate Cry, Propaganda oder Troops of Doom. Bei Troops Of doom spielte nicht Igor sondern sein 12 jähriger Sohn Schlagzeug und meine Herren, der Junge hats raus. Er kommt zwar kaum an die Becken und spielt manchmal ein bissel nebenher, aber das ist scheiß egal bei so ner extrem sympathischen Aktion. Beendet wird der Gig dann standesgemäß mit Roots Bloody Roots und der Biohazard Sänger taucht nochmal kurz auf, aber von ihm ist leider wenig bis gar nichts zu hören. Max Stimme hab ich zwar auch als relativ dünn empfunden, aber egal. Trotz der Frage nach der Berechtigung dieser Band, waren Cavalera Conspiracy ein wirklich gelungener Abschluss eines gelungenen Festivals!

Wenn nächstes Jahr dann Slayer wieder spielen, bin ich wieder vor Ort!!!!

achja, gruß noch an Banghead, den ich vorm Volbeat Konzert getroffen habe und der mein Castoreum Shirt erkannt hat ;)

und jetzt ringehauen!!!

Commentaires

  • Banghead

    Hehehe, war nett sich mal getroffen zu haben, und jetzt kommt mal nach Osnabrück!!!

    8 jui. 2008, 17h16m
  • castoreum

    alles zu seiner Zeit^^ wir sind jedenfalls dran...

    4 août 2008, 10h34m
  • trashpics

    krass. wird zeit das du mal wieder zum wff kommst großer!

    1 oct. 2013, 12h24m
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