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  • mein wochenende

    13 sept. 2008, 16h09m

    Spät kommt er aber hier ist er nun
    mein
    Highfield Bericht (mir is kein besserer name eingefallen)

    Los gings im Prinzip schon am Mittwoch. Bier kaufen. Und nen Grill. Also so nen billigteil für 6 euro. das Bier haben wir dann bei real kaufen müssen ("Tip" Dosenbier) weils bei Globus kein 5,0er mehr gab -.- den grill hamwer gar nich bekommen.

    Donnerstag morgen solltes eigentlich um 7 los gehen, aber wenn man sich mal auf seine Freunde verlässt, is man verlassen. Halb 8 sind wir dann zu 5 (mein Vater (Fahrer) 3 Kumpels und ikke) mit 5 paletten Bier, kiloweise zelten, schlafsäcken, isomatten, nem ghettoblaster, ner sackkarre, Futter, Klamotten, und und und losgefahren. Kurz gesagt: es war eng. Nach kurzer, lustiger Fahrt sind wir dann am Seiteneingang angekommen. Insgesamt sind wir 3 mal gelaufen um alles aufn zeltplatz zu bringen. zelte aufgebaut, platz für die andern leute abgesteckt, tisch aufgestellt, mucke angemacht, bier gezischt. um 9 bei strahlender sonne. schöner einstieg^^
    ca. 3 stunden und 6 bier später kam dann nach und nach der rest vom schützenfest. beim aufbau des sonnensegels (ja sonnensegel, warum auch nen pavillion wenn man nen sonnensegel haben kann - achtung ironie) wurdes etwas stressig. total kacke das teil.... aber irgendwann stands dann doch. den rest des tages dann getrunken, gelacht und am abend felix, den bürgermeister von freiberg kennengelernt. (hat er jedenfalls gesagt. und betrunkenen soll man glauben =).

    Freitag dann den ganzen tag nur rumgegammelt. unter einem undichten(!) sonnensegel. ham zwei freundliche nachbarn bekommen. wir haben sie "tanja tentakel, das weib aus der unterwelt" und "tom torette aus turin ohne T" getauft. keine ahnung wie die wirklich hießen. wir wissen nur dass sie aus der nähe von düsseldorf kamen. waren echt freundliche leutchen. aber dann gings endlich los. The Subways. kannte vorher gar nichts von denen. nach dem ersten lied waren meine schuhe zur hälfte grau und mit matsch bedeckt, nach dem konzert ging mir der matsch bis zu den knien. hat sich aber auf jeden fall gelohnt. überragender einstieg. richtig schön bewegung. einzig die zu geringe lautstärke war ein kritikpunkt. der zieht sich allerdings durch alle konzerte^^
    nachn subways also zurück aufn zeltplatz, beine und füße an der trinkwasserstelle gewaschen, bier getrunken, was gegessen und dann gings schon so langsam zu den sportis. halblinks kurz hinter dem wellenbrecher standen wir. gute sicht, guter pogo, gutes konzert. auf dem rückweg haben wir dann noch erfahren dass erfurt gegen den erzfeind jena gewonnen hatte (während des konzertes), was die laune auf ein noch höheres niveau anhob. zurück am zelt mal wieder nen bier getrunken und mich breitquatschen lassen mit nen paar leuten zu den killers zu gehen. ham uns bis ca. 15-20 meter vor diebühne gedrängelt. beim warten habich zwei nette kerle aus brandenburg kennen gelernt. henne und lampe hießen sie glaub ich. haben viel lustigen müll erzählt. und das war dann auch schon das beste an dem konzert. die musik is eh nich mein ding. und auch so: der sänger hat kaum was gesagt, es war keine bewegung im publikum, einfach langweilig. bin nach ca. ner dreiviertelstunde gegangen. zurück am zelt saßen unsere nachbarn bei uns (tom und felix) und ham sich gestritten. und die beiden schienen selbst keine ahnung zu haben worüber. wir jedenfalls auch nich, war schon witzig (für uns). dann noch nen bissel im partyzelt abgehottet und dann pennen gegangen.

    Samstag morgen ohne Stimme aufgestanden (habich wohl am freitag irgendwo verloren). einige sind einkaufen gegangen, andere baden ich bin am zelt gebliebn, hab nem kumpel der erst am samstag kam mit tragen geholfen und wie immer hauptsächlich bier getrunken. gegen nachmittag haben wir uns dann an den wegrand gesetz und limbo party veranstalten. allerdings mit kleinem extra. wer nich limbo getanzt hat is übern stolperdraht gefallen. klingt jetzt nich so lustig wies wirklich war. aber das wars. außerdem haben wir tim aus bayern kennen gelernt. er meinte "wenn wir uns in bayern richtig betrinken heißt das vollhoan." er hieß von da an tim vollhoan. zu jedem der vorbei gegangen is hat er gesagt "du siehst verdammt gut aus heute." der junge war auch zu herrlich. "hat der sich überhaupt noch auch ma ne band angeschaut?" werdet ihr euch fragen. ja hab ich. flogging molly. direkt vor der bühne. großartig! das komplette konzert durchgepogt. danach warich einfach nur fertig. zurück zum zelt badezeug geholt und ab in die terme. das war eins der besten erlebnisse des ganzen festivals. in der dunkelheit draußen (also im außenbereich) bei klirrender kälte zur musik von kettcar und the hives im wasser plantschen. später im whirlpool nochn paar lustige menschen getroffen bissel gequatscht, rumgealbert, alles in allem die 5 euro mehr als wert. zurück am zelt war noch zeit für nen bier. nen typ aus cottbus (ich glaub er hieß sven) stand da schon bei uns rum und hat nen bissel aus dem nähkästchen geplaudert. dann pünktlich los zu den ärzten. zuerst standen wir (ich un 2 kumpels) recht weit hinten. auf höhe des soundturms in etwa. ich bin dann weiter vor. hab dann beim dritten oder vierten lied zwei mädels aus unserm "zeltlager" getroffen.... beim ärzte konzert..... unter 20 tausend menschen..... wie gehten das bitte? eigentlich egal, bin eh noch weiter vor gestürmt. alles in allem fand ich das konzert erst ab den zugaben gut. ich weiß nich was es war, aber ich hatte son bissel den eindruck dass die 3 jungs aus berlin auf zwang da oben standen. vielleicht hatte ich vom konzert in erfurt letzten dezember auch einfach noch zu große erwartungen. aber wie gesagt: ab der zugabe super. bei der wall of death direkt vor dem soundturm bin ich dann zwar einmal kurz hingefeallen aber gleich wieder hoch gekommen. allerdings fies blutendes knie. naja beim pogen isses irgendwie an den mitpogern abgeschmiert worden..... unrockbar mit hinknien und aufspringen war klasse, auch wenn mans schon von zig andern bands kennt. gabi und uwe (oder wie das auch heißt) war auch klasse und die geburt von hubschrauber zum schluss war einfach nur legendär. dass die letzte "zugabe" vom band kam fand ich dann allerdings nen bissl kacke.... aufm rückweg zum zelt war ich dann zwiegespaltener meinung. einerseits wurden meine erwartungen keinesfalls erfüllt, andererseits waren selbige auch verdammt hoch. dann noch nen bissel gefroren mit freunden das konzert ausgewertet und nen gute nacht bier getrunken. für sonntag musste ich fit sein.

    Sonntag gabs nach langer, aber letztendlich erfolgreicher suche nach grillanzünder zum frühstück die steaks und würste die von den vortagen noch übrig waren. dann gings zu jennifer rostock. eigentlich nur was fürs auge..... aber die musik schien ja auch so einigen zu gefallen. um genau zu sein verdammt vielen. bei the bones war es vor der bühne absolut leer. dabei warn die jungs echt gut. nachdem sie fertig waren bin ich erstma zurück zum zelt. nen bissel pause gemacht, schonmal nen bissel zeug zusammen gesucht, müllpfand weg gebracht. dann zu thrice. hab mir das konzert größtenteils im sitzen gegeben. die einzige band die mal etwas in die härtere richtung ging (neben fire in the attich wie ich später erfahren sollte). mir persönlich hats allerdings auf dem ganzen festival an härte gefehlt. hier und da mal nen paar doublebases, screams oder growls hätten nich geschadet..... thrice waren dementsprechend gut in der hinsicht dass sie einfach die einzigen waren die etwas härter waren. nach thrice habich mir von meinem letzten geld ne cola gekauft sonst wär ich aus den latschen gekippt so müde war ich. zuerst habich mit der überlegung gespielt mir less than jake auf der leinwand anzuschaun und mich auszuruhen. ein glück hab ichs nich gemacht. meiner meinung nach das beste konzert auf dem ganzen festival. die jungs waren einfach super drauf. die musik hat gute laune gemacht und vor der bühne war ordentlich was los. hab in der dritten reihe dann wieder die selben mädels getroffen wie zum ärzte konzi. ich hätte echt lotto spielen sollen an dem wochenende. wenn ich unter 20 tausend zwei finde sind 6 aus 49 ja nen klacks. stand dann also zum ende des konzerts in der dritten reihe. zu madsen dann zweite reihe. die jungs waren auch super. es war eng, es war warm, es war geil. mit meiner mittlerweile wieder etwas kurierten stimme habich einge texte (vor allem die vom neuen album) mitgesungen. beim ende von nachtbaden hatts mich dann schon ziemlich in den fingern (oder eher zehen) gejuckt nochma ins pit zu hüpfen. habs dann aber gelassen. nach dem konzert binnich aus der zweiten reihe geflohen. stand dann mit nen paar freunden etwa 10 meter vor der bühne un hab auf serj tankian gewartet. dann gings los. ziemlich schicke zylinder hatten die jungs auf^^ musikalisch gesehen wars auch prima. auch ein paar witzige ansagen waren dabei. ich kannte zwar serj vorher nich von live konzerten hätt ihm aber ncih so viel humor zugetraut. nach ner halben stunde hatte er alle lieder gespielt die ich hören wollte und da ich eh mal das klo aufsuchen musste bin ich zurück zum zelt gegangen. nach besagter sitzung dann mein abendessen zu mir genommen (chips und bier) und dann zu dropkick murphys. ich stand (bzw. hüpfte/tanzte/pogte) in der mitte zwischen wellenbrecher und soundturm. ziemlich stressig war der staub der beim hüpfen/tanzen/pogen aufstieg, sonst wars absolut der hammer. nen paar blaue flecken später fand ich mich also auf der erde sitzend auf die beatsteaks wartend wieder. und bei denen war richtig bewegung drin. bei andern bands hatte man immer nochmal die chance irgendwohin zu flüchten wo sich keiner bewegt. das war da nich der fall. hat mir sehr gut gefallen. da hab ich nen kumpel von mir bewundert der in badelatschen da war. "hey du" kannt ich (wie viele andere lieder) noch nich hat mir aber auf anhieb super gefallen. "let me in" als letzte zugabe war der absolute wahnsinn. auch wieder mit hinhocken und aufspringen wie mans von andern bands kennt, aber wenns gut funktioniert warum soll mans nich machen? aufm rückweg dann noch nen becher den ich während des konzert an den hinterkopf bekommen hab (aua) am bierstand in geld umgewandelt. hatt ich also zum schluss noch nen ehreneuro =) dann noch mit 2 kollegen übern zeltplatz gelatscht und nach brennenden zelten gesucht. tim vollhoan hatte mittlerweile seinen spruch geändert ("der teufel hat einen namen! dustin dollin, dustin dollin! drink some beers, make some gaps! YEAAAAAHHHH!!!!"). nach weitestgehend erfolgloser suche bin ich dann hundemüde und frierend in den schlafsack gekrochen um nach ca. 3 stunden unruhigem schlaf um halb 6 wieder aufzustehen und einzupacken.

    halb 7 wurden wir (die leute von der hinfahrt un ich) dann von meinem vater wieder abgeholt. die andern heim gebracht, dann bin ich daheim gewesen. noch bis um 8 gewartet bis meine mutter ausm haus war dann pennen gelegt. bis 16 uhr.

    alles in allem ein absolut gelungenes wochenende. um genau zu sein das letzte sommerferien wochenende meines lebens. und dafür wars echt angemessen.

    so hat mein festivalsommer mit dem highfield begonnen und gleichzeitig geendet. schade dass es nur das highfield war, aber schön DASS es das highfield war. bei ähnlich gutem line up bin ich nächstes jahr auf jeden fall wieder da.


    zu guter letzt:
    "geh ma ans telefon!"
    "ja?"
    "WAS GEHT AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAB?!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"

    rock on
    bert