Top 25: Platz 20 - 16

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19 jui. 2011, 17h11m

Platz 20: White Lies - To Lose My Life...
Als erstes vom Mainstream angehauchtes Album kommt nun To Lose My Life von den White Lies. Alternative hin oder her, manchmal tut es einfach gut mitzusingen und tatsächlich einem Text zuzuhören. Die White Lies machen einem dies ziemlich einfach. Frontsänger mit toller, spezieller Stimme und Texte, díe mit Hirn geschrieben wurden. Unfinished Business und E.S.T. sind textliche und musikalische Glanzstücke, obwohl ich nicht weiß, ob sie mit der Zeit an Reiz verlieren, da ich das Album erst seit kurzem höre. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass die Platte eine deutliche Linie hat, was Lyrics und Sound angeht. Und das zu deutlich, wie ich behaupten möchte. Insbesondere Instrumental fehlt es dem Stück an Abwechslung, zwar kommen in From the Stars kurz einmal Streicher vor, jedoch sind diese sehr untergründig und flüchtig. Die Texte behandeln das Thema, mit dem sich das Ganze betitelt: Zu sterben. Da wird schnell klar, dass die Grundstimmung nicht sehr hell und fröhlich ist. Trotz alle dem ist To Lose My Life... ein klasse Stück, mit eingängigen Songs, die besonders durch die Stimme des Sängers leben.
Einen Dank gebe ich noch an Kollege Aydi raus, der mir dieses Album erst zur Verfügung stellte ;)

Platz 19: Collapse Under the Empire - Find a Place to Be Safe
Nun, auf Platz 19 finden wir das nächste Post-Rock Album: Collapse Under the Empire bezeichne ich als die beste Post-Rock Band aus Deutschland, besser sogar noch als Long Distance Calling. Aufgefallen sind sie mir grade wegen ihres Ursprungs, der übrigens wie Moderat in Hamburg liegt. Ein Wikipedia-Artikel über den Post-Rock stellte Bands aus verschiedenen Ländern vor und unter Deutschland fand ich nun diese, zwar ohne Beschreibung, aber mit interessantem Namen. Also fix Youtube zur Hilfe gerufen und direkt Captured Moments angehört. Ein überragender Track, der mich restlos davon überzeugte das gesamte Album zu bestellen. Zu allererst ging die Platte in der Flut von neuen Alben unter, doch mit der Zeit wurde mir bewusst was für ein gutes Stück ich da im Schrank hatte: Einfallsreiche Gitarrensounds werden mit Synthesizer und Klavier untermalt, Melodien springen einem bei jedem Lied ins Ohr. Neben dem genannten Lied ragen besonders Intelligence, Angle of Incidence und Tranquillity heraus. Die Band findet die passende Harmonie zwischen Elektronik und altbewährten Rock. Andere Lieder sind auch gut, reihen sich jedoch nicht in die Extraklasse mit ein. Alles in allem ein tolles Album, das der Konkurrenz nur in wenigem nachsteht.

Platz 18: 65daysofstatic - One Time for All Time
Eines von zwei Alben, das ich mir direkt aus einem Laden geholt habe (Age of the Fifth Sun von God Is An Astronaut ist nicht vertreten) und zu Anfang für einen Fehlgriff hielt. Was ich nun weiß, ist, dass man diesen Eindruck bei diesem Genre recht häufig bekommt. Doch One Time for All Time setzt dem ganzen Alternativen die Krone auf, klang für einige Zeit selbst für mich zu heftig. Die Frage ist manchmal, kann man das noch als reinen Post-Rock bezeichnen? Einflüsse vom Math-Rock sind im Überfluß gegeben, doch Songstruktur und Gitarren gleichen dies aus. Drove Through Ghosts to Get Here ist ein gewaltiger Einstieg: Klaviertöne steigern sich, Bässe kommen hinzu, dumpfe Stimmlaute, TuneTable-Sounds... bis alles krachend ineinander zusammenbricht und beim ersten Mal durchhören wie ein wildes Durcheinander ist. Was es immer noch ist, doch heute ist es leichter die Melodie rauszuspüren, wie man es beim folgenden Await Rescue gleich zu Anfang schafft. Auch ein Song, der sich erst aufbaut und bei dem man sich schon vornerein darauf freut, was als nächstes kommt: Eine monströse Welle aus abgehackten Gitarren- und Drumklängen, die jedoch immer Musik ergeben. Was ich dem Werk im weiteren Verlauf hoch anrechne, ist, das es nie an Fahrt verliert, die ehrlich gesagt rasant ist. Gut, ab und zu wird etwas Geschwindigkeit rausgenommen, aber nur um danach noch lauter und kräftiger weiterzu machen. Mean Low Water ist auch so ein Lied, das alles enthält: Ruhige Gitarrenspiele, überlegte Synthies, Klaviertöne und das Grande Finale. Das Grande Finale des Albums an sich ist dann eines der besten Lieder in meiner Musiksammlung: Radio Protector passt an sich wenig ins Album und dennoch perfekt, denn sämtliche Thrashphasen entfallen vollständig. Stattdessen findet man ein Lied mit durchgehendem Piano, das von hämmernden Bässen und Drumset untermauert wird. Umwerfend.

Platz 17: Linkin Park - Hybrid Theory
Ein Abstecher in die Vergangenheit würde ich mal sagen. Linkin Park war vor wenigen Jahren meine absolute Lieblingsband, quasi die Erste, die ich wirklich verfolgte. Heute schätze ich ihr erstes Album Hybrid Theory immer noch sehr, wenngleich mir die Lust nach schreien und kurzsichtigen Texten abhanden gekommen ist. In the End ist so ein persönlicher Klassiker unter mir und meinen Freunden und einfach ein greater Song. Selbes Songschema auf dem restlichen Album, die Raps machen teilweise richtigen Spaß, während man den Refrain gut mitgröhlen kann. Aber nicht mehr täglich, denn dann geht es einem einfach auf die Eier. Ich halte Mike Shinoda für den besseren Sänger der Band (A Thousand Suns untermauerte diesen Glauben), deswegen mag ich die etwas gefühlsbetonteren Rap-Lines. By Myself und Forgotten sind deswegen ganz oben mit dabei, auch weil hier Chester's Geschrei Sinn ergibt. Diese Tracks sind einfach nur geil, deswegen ist es umso trauriger das Lieder wie One Step Closer und Papercut mehr oder weniger rausfallen. Sonst gibt es da auch wenig zu kritisieren, besonders da LP den Crossover geprägt und entwickelt hat. Immernoch top wenn es darum geht, es sich reinzuziehen aber lange nicht mehr so hoch angesiedelt wie vor möglicherweise 2/3 Jahren.

Platz 16: This Will Destroy You - This Will Destroy You
This Will Destroy You sind eine gestandene Größe im Post-Rock Bereich. Verdanken tun sie dies wohl ihrer gewöhnlichen aber auch alternativen Ader. Direkt der Start beweist dies: A Three-Legged Workhorse arbeitet mit elektronischen Nebenklängen, bevor es weiter geht mit schönen Gitarrenmelodien. Immer auf einer angenehmen und ruhigen Art und Weise, ohne zu langweilen. Kann man vom nächsten Lied allerdings nicht behaupten. Bei Villa Del Refugio versuchen die Jungs es mit totalem Ambientsound und schießen voll über's Ziel hinaus. Nett ist der Song schon, aber er dauert viel zu lange, hat weder Anfang noch Ende. Dieser kleine Fehltritt ist im Angesicht der nächsten Lieder jedoch schnell vergessen. Threads ist die pure Liebe zum Post-Rock. Dem gewöhnlichem wenngleich wunderbaren Post-Rock Sound zum Anfang folgt ein phänomenaler Synthie-Abschluss, der vor Energie nur strotzt. Leather Wings ist anders, es stehen die Drums im Vordergrund, bei (nur) 3,5 min Spielzeit kommt es auch zu keinem Abschluss, der auch nicht nötig ist. Dafür bekommt man mit The Mighty Rio Grande eine echte Hausnummer vorgesetzt. Das Lied ist wirklich verdammt lang, als Genre-Hörer kann ich jedoch sagen, dass es zu keinem Zeitpunkt überstrapaziert ist. Der Sound entwickelt sich, für jede kleine Veränderung wird sich zeitgenommen und es tut gut sich diesem Frieden hinzugeben. Das Ende mit diesem imposanten und schwer zu identifizierenden "Summen" rüttelt einen dann auch wieder wach, sollte man sich zwischendurch einmal vergessen haben. They Move on Tracks of Never-Ending Light ist dann ähnlich wie A3LWH, nur besser. Es passt perfekt ins Gesamtbild, voller sanfter Gitarren und diesen ungewöhnlichen schallenden Tönen. Synthesizer wird wieder genau richtig angewandt, deutlich aber nicht übertrieben, immer beim Thema.
Als Ende passiert man die Tonmauern des Titels Burial on the Presidio Banks, die sich fortwährend in der selben Geschwindigkeit aufbauen, mal stillstehen und dann ihren Abschluss in der ersten richtigen Steigerung der Lautstärke finden. TWDY lebt auf diesem Album den Prozess und die Entwicklung von Tonwellen und Klängen ohne dabei die Melodien in den Hintergrund treten zu lassen. Stark.

Commentaires

  • Jushaku

    Wiedermal super text mit guten erklärungen ;) Auch gut fand ich zB den rückblick bei LP, also wie du früher zu der band standest und wie du es heute tust

    19 jui. 2011, 17h32m
  • MirayAydi

    Es heißt "unter meinen Freunden und mir". Der Esel nennt sich immer zuerst Kilian)))) So, jetzt geht's an's Eingemachte mit den neächsten Plätzen, wir nähern uns an Jungs)))

    20 jui. 2011, 13h56m
  • VGKS

    nur am verbessern der asi kein wort zum thema...:D

    20 jui. 2011, 14h54m
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