Das fünfte Studioalbum von Bob Marley und den Wailers ist mein persönliches Lieblingsalbum der Band. Marley schrieb es im Londoner "Exil", der Heimat seines Vaters, nachdem er in Jamaika beinahe einem Mordanschlag zum Opfer gefallen wäre. Das Album wurde 1977 öffentlicht, dem Jahr der Punk - Explosion in England. Reggae war bei der ersten Punk - Generation sehr beliebt und hatte auch großen Einfluss auf das Ska - Revival, die sogenannte 2-tone-Ära. Dies war der Beginn des Ska - Punks. Das TIME-Magazin kürte Exodus 1998 zum besten Musikalbum des 20. Jahrhunderts.
Burnin' ist das vierte und letzte Studioalbum der Wailers in der Stammbesetzung mit Peter Tosh und Bunny Wailer, die die Band danach verließen um ihre Solokarriere zu starten. Get Up, Stand Up wurde zur inoffiziellen Hymne von Amnesty International und I Shot the Sheriff wurde von Eric Clapton gecovert und in dieser Version zum Nummer-eins-Hit in den USA. Burnin' and Lootin wurde u.a. im Film La Haine aus dem Jahre 1995 verwendet.
Catch a Fire ist das erste Major-Label-Album der Band. Es bedeutete den internationalen Durchbruch der Band und besonders Bob Marley wurde weltberühmt. Die sozialkritischen und kriegerischen Texte überraschten viele Zuhörer, aber auch viele wurden angezogen von Marleys und Peter Toshs Texten, welche konfrontierend waren und eine optimistische Aussicht auf eine Zukunft frei von Unterdrückung übermitteln.
Die Songs des Albums sind Ende 1976 in England zwar während der gleichen Aufnahmesessions entstanden wie jene auf dem Album Exodus, sind jedoch insgesamt weit weniger kämpferisch. Es sind vorwiegend Liebeslieder und Hommagen an die Kraft von Marihuana. Kaya ist ein Wort aus dem jamaikanischen Patois und bedeutet so viel wie „Gras“ oder „Hanf“.
Natty Dread war das erste Album, welches ohne die Urmitglieder Peter Tosh und Bunny Wailer aufgenommen wurde, dafür mit den I-Threes, ein Hintergrundgesangstrio, bestehend aus Marleys Ehefrau Rita sowie Marcia Griffiths und Judy Mowatt. No Woman No Cry, das zweite Stück, ist Marleys wohl bekanntestes Lied. Es ist eine Ode über sein einstiges Leben in Trenchtown, einem Stadtteil von Kingston, der hauptsächlich aus Slums besteht. Marley wollte damit den Leuten von Trenchtown zeigen, dass er sie und sein altes Leben nicht vergessen hatte.
Uprising wurde im Jahre 1980 veröffentlicht. Weil Marley im folgenden Jahr starb, war Uprising das letzte Studioalbum zu seinen Lebzeiten. Dieses Album ist eines von Marleys religiösesten; in fast jedem Song ist sein Rastafariglauben zu erkennen.
Marley ruft im Song Africa Unite zur panafrikanischen Solidarität auf. Zimbabwe ist eine aufwühlende Hymne für das wenig später befreite Rhodesien. Der Song wurde an der Unabhängigkeitsfeier von Simbabwe 1980 von Marley aufgeführt, unmittelbar nach der offiziellen Unabhängigkeitserklärung. Somit gilt Zimbabwe als inoffizielle Nationalhymne Simbabwes. Das Album wurde in Afrika teilweise zensiert. Die Koloniemächte, vor allem Großbritannien und Frankreich, wollten damit verhindern, dass die kämpferischen Texte die Einheimischen zu Revolten und Aufständen verleiten.
Rastaman Vibration gilt als jenes Album, welches Marley zum Weltstar machte. Entsprechend war es auch ein großer Erfolg obwohl kein Song davon in den Toprängen der Single-Charts auftauchte.
African Herbsman ist eine Sammlung von vielen frühen Versionen von Titeln, die später immer wieder auf weiteren Alben erschienen und dadurch auch populärer wurden. Einen besonderen Reiz erhält das Album dadurch, dass es als einziges Album von Bob Marley und The Wailers von der Produzenten-, Musiker- und Dubmixer-Legende Lee Perry produziert wurde, der dem Sound seine besondere Note hinzufügte.
Confrontation wurde im Mai 1983 veröffentlicht. Die meisten Lieder dieses Albums wurden zu Lebzeiten Marleys nie veröffentlicht. Das Lied Buffalo Soldier wurde zu einem seiner größten Hits.
Chances Are wurde von Rita Marley im Oktober 1981, wenige Monate nach Bob Marleys Tod, veröffentlicht; Chances Are ist damit das erste posthume Album Marleys. Alle Songs von Chances Are wurden in den Karriereanfängen Marleys zwischen 1968 und 1972 in Jamaika aufgenommen, sie wurden jedoch nie zuvor veröffentlicht.
"Legend" wurde drei Jahre nach Marleys Tod veröffentlicht. Es beinhaltet beinahe alle großen Hits der Band und gilt als perfekter Einstieg in das Werk des Reggae - Königs. Es ist das meistverkaufte Reggae-Album aller Zeiten.
Live! ist das erste Album Marleys, das ausschließlich aus Livemitschnitten besteht. Live! entstand während eines Konzerts am 19. Juli 1975 im Lyceum Ballroom in London.
Nach Live! ist dies das zweite Album Marleys, welches ausschließlich aus Konzertmitschnitten besteht. Nach dem großen Erfolg von Live! und der gleichzeitigen ersten Welttournee von Marley stieg das weltweite Interesse an ihm und seinen Konzerten immens. Die Mitschnitte des Albums stammen aus Konzerten in Europa, vor allem aus jenem im "Pavillon de Paris" am 22. Juni 1978.