• Rock im Park 2003

    25 nov. 2009, 21h04m par Ciffi

    Fr., 6. Jun. – Rock im Park 2003

    Ursprünglich verfasst Ende 2003:

    Ich erinnere mich, dass der Entschluss, auf dieses Festival zu fahren in der Discothek 'Nachtschicht' in Hoyerswerda (gibt's die Bude eigentlich noch?) gefällt wurde, irgendwann im April 2003. Zumindest war die Musik an dem Abend so schlecht, dass man gar nicht anders konnte als sich mal wieder die volle Dröhnung Rock'n'Roll zu geben. Also entschlossen wir uns das Pfingstwochenende mal anders zu verbringen als immer nur mit Mutti. Eigentlich wollten wir vermeiden zu Rock am Ring/Rock im Park zu fahren (von wegen böser Kommerz und so, uuuuh) aber bei dem Line-Up (Metallica-Comeback, Deftones etc.) konnten wir einfach nicht Nein sagen. Von der Oma eines Kumpels liehen wir uns ihren Chrysler Voyager, in dem 6 Man gemütlich Platz hatten (wenn man davon ausgeht das man nicht noch die halbe Gartenlaube ins Auto packt). Wir entschlossen uns in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag nach Nürnberg zu fahren um noch ein gemütliches und günstig gelegenes Fleckchen Erde auf dem Camping-Gelände zu ergattern und noch genug Zeit und Stauraum zu haben bis zum Konzert-Beginn am Nachmittag.
    Einige meiner Kumpels feierten jedoch am Donnerstag ihren letzten Schultag und zogen einen gleitenden Party-Übergang bis zur Abfahrt um halb 1 vor. Das Ende vom Lied war, dass die Jungs um diese Uhrzeit sturzbetrunken waren und meine komplette Nachbarschaft wach klingelten. Unter penetrantem Suffgelaber von Christian D. und Robert B. ging es dann auf die Autobahn nach Nürnberg.

    Freitag 6.6. - Tag 1

    Gegen 7 Uhr Morgens trafen wir in Nürnberg ein. Wir lagen gut in der Zeit – nur leider einen Tag zu spät. Denn für unsere vermeintliche Genialität, bereits am Vorabend des Festivals loszufahren, konnten die Leute, die schon seit Mittwoch warteten nur süffisantes Mitleid aufbringen. Das hatte die Konsequenz, dass wir etwa 30 Minuten Fußweg von Park- bis Campingplatz (wenn man es so nennen will) hatten. Wiederum 30 Minuten Fußweg von Campingplatz zu Centerstage lassen wohl das Ausmaß unserer logistischen Freude irgendwo zwischen „Outback“ und „vollkommen im Arsch“ erahnen. Nach dem freudigen Verladen (wir mussten die ganzen Kisten über den Zaun heben weil die Scheiß-Wärter uns mit dem Auto nicht reinlassen wollten - weil der Parkplatz angeblich überfüllt war) und anschließendem Schleppen der Verpflegungs-, Unterbringungs- und Versorgungsgüter für 6 Mann auf 3 Tage, unter den erheiterten Blicken unserer dezent asozialen Parknachbarn, deren Hohn nur noch von der prallen Hitze der Mittagssonne übertroffen wurde, konnten wir endlich an Zeltaufbau und Grillen denken (beides noch in höchst experimentellem Stadium). Währenddessen wurden wir unterhalten von einer Gruppe hurrabirniger Metalheads die mit ihrer Mega-Anlage unseren Zeltplatz vornehmlich mit Metallica- und Slayer-Songs beschallten. Die Typen hatten sich einen riesigen Pavillon aufgebaut und schienen statt der Konzerte nur wegen der Party-Stimmung auf dem Zeltplatz, zum Festival gekommen zu sein. Denn wann immer wir an ihrem Domizil vorbeiliefen, war dort Saufen und Abfeiern angesagt und die Anlage lief ununterbrochen (Ja, auch nachts).
    Ohne lange Rastpause ging es ab zur Stage, um noch gute Plätze im Moshpit für die Headliner am späten Nachmittag zu ergattern. Einige meiner Kumpels mussten die Strecke doppelt zurücklegen, weil man zusätzlich zum Armbändchen auch noch das Ticket am Einlass zum Frankenstadion zeigen musste. Völlig bekloppt!
    Na ja, kommen wir zur Musik

    boysetsfire
    Waren ein netter Einstieg, gab eigentlich nichts zu meckern, aber die Leute waren noch nicht richtig bereit, deshalb ging auch nichts richtig los, obwohl die New-Yorker Emo-Hardcoreler ganz schön losbolzten. Vor allem der Sänger ist abgegangen wie´n Schnitzel. Ich kannte jedoch nur ÉcouterAfter the Eulogy, ÉcouterRookie und Release the Dogs und ich glaube auch, dass die in’ner Halle besser kommen als im Stadion.

    Disturbed
    Ich weiß nich ob’s am eintönigen schwarzen Bühnenbild lag, aber für mich klang Disturbed auf weiter Strecke ziemlich monoton. Das stumpfe Geriffe und der Stakkato-Mecker-Gesang von David Draiman waren auf Dauer ziemlich langweilig und seine dauernde Forderung nach Devilheads und „Disturbed“-Chören, und sein Gefasel vom „True Metal“ fand ich einfach nur prollig und penetrant. Außerdem erinnerte mich das hautenge Stretch-Leder-Outfit der 4 Herren an Manowar… *bärks*!
    Positives: Draiman hat’n cooles Unterlippen-Piercing und „Down With the Sickness“ ist einfach mal 'n Hammer-Song.

    Queens of the Stone Age
    Hell Yeah, das erste Highlight des Festival-Wochenendes. Die Herren Josh Homme, Nick Olivieri, Troy van Leuveken (ehemals A Perfect Circle) und Dauer-Gastsänger Mark Lanegan (ehemaliger Frontmann der Screaming Trees) begeisterten mich von Anfang an mit ihrem arschcoolen Drogen-Rock´n Roll. Kein Wunder, haben QOTSA doch mit Songs For The Deaf eines der besten Alben (wenn nicht sogar das beste) des vergangenen Jahres draußen. Cooles Bühnenbild, guter Sound und eine perfekte Songauswahl: „You think it ain't worth a dollar, but I feel like a millionaire”, bei dem sich Nick Olivieri die Lunge aus dem Leib brüllte, “ÉcouterThe Lost Art Of Keeping A Secret”, “ÉcouterFeel Good Hit Of The Summer” oder die aktuelle Single “Go With The Flow”. In der drückenden Hitze der Pfingstsonne wirkten die Songs mit ihren entgleisenden Gitarren-Solos natürlich noch viel hypnotischer, und man konnte förmlich den Wüstenstaub aus Death-Valley, California schmecken. Am besten gefiel mir “ÉcouterA Song for the Dead” (dieses Drum-Intro und diese geilen Solis… boah) und natürlich der abschließende Überhit “ÉcouterNo One Knows”. Ich sage nur – das erste Highlight des Festivals. Rock´n´ Roll, Baby!

    Nachdem sich nun das Stadion zunehmend zum bersten füllte, stellten sich nach und nach drastische Unterschiede heraus, zwischen dem vorderen Bereich und dem..äh..Rest. Man konnte im Grunde von einer 2-Klassen-Gesellschaft reden. Während die Leute im Vorderen Bereich nicht nur näher an der Bühne waren sondern auch noch genug Platz hatten frei zu stehen, sich hinten auf den Boden zu setzen/legen und sich hinter der Absperrung nach Herzenslust soviel Wasser zu hohlen wie sie wollten (die bekamen von den Maltesern sogar Becher), waren die Leute im zweiten Bereich entweder am Verrecken wegen dem Gequetsche an der Absperrung in Kombination mit den Temperaturen über 30°C (man freute sich schon wenn der ErstBereichs-Adel aus Mitleid ein paar Tropfen in die Masse kippte) oder man stand soweit hinten, das man, außer über die Seitenmonitore nichts sah.

    Deftones
    Yeah, die 'Tones zum ersten Mal live. Und als sie den Totenkopf vom aktuellen Albumcover als Bühnenbild aufhingen, wollte ich am liebsten über die 2 Absperrungen hechten. Aber da mehrere Nachbarn, die diesen Gedanken in die Tat umsetzten, von der Security bis in den Bereich, verfolgt wurden und wieder zurück getragen wurden, ließ ich diese Idee lieber bleiben.
    Zu den Deftones: Die Typen schlabberten auf die Bühne, Chino im dunkelblauen Pullover und seinem Trucker-Basecap und Steph wieder in seiner Army-Baggy, und sofort starteten sie mit „Fieticeira“ los, wobei der Sound noch recht breiig war. Aber spätestens beim 2. Song war mir das total Latte – „Shove It“. Mann, ich hab der Sonne getrotzt und mit meinem brühenden Schädel vollreingebangt (My own Summer eben *g*). Selbst auf die kleine Dumpfbackentusse, die die ganze Zeit neben mir stand und mich dauernd fragte was die nächste Band für Musik mache (Was macht die bitte dort, zahlt 104 Eier und hat keinen Plan, ts), nahm ich keine Rücksicht. Und plötzlich bolzen die Sacramento-Jungs mit einem meiner Wunschsongs überhaupt los: „ÉcouterLotion“, der Song ist der konzentrierte Hass. Da gab’s für mich kein Halten mehr und ich musste in den Scheiß-vorderen Bereich. Also ließ ich mich per Crowdsurf raustragen und stellte ich mich brav an den Seiteneingang wo schon ein Haufen Leute warteten. Währenddessen hatte sich Chino schon auf die vordere Absperrung gestellt um mit einem Fan gemeinsam „I feel sick, aaaah“ ins Mikro zu brüllen. Seinen Kopf konnte ich leider nur noch stecknadelgroß erkennen. Auch die restlichen Songs konnte ich nur noch aus dieser weiten Entfernung beobachten und es waren noch ein paar Granaten dabei: „Head up“, „ÉcouterAround the Fur“, „Hexagram“, „ÉcouterBloody Cape“, „Battle Axe“, „ÉcouterRoot“ und natürlich das abschließende „Écouter7 Words“. Aber auch ein paar lahmarschige Nummern wie z.B. ÉcouterMascara (der Song ist das reinste Valium, wieso spielen die das dauernd?), und bei den beiden White Pony-Opussen „ÉcouterDigital Bath“ und „Change“ machte Chinos Stimme nicht so mit wie auf Platte. Ich fand´s auch schade dass sie nur 2 Songs vom 1. Album gespielt haben. Außerdem muss ich sagen dass die Deftones auf dieser riesigen Bühne ziemlich verloren wirkten und die dichten, intensiven Songs lösten sich in den Weiten des Stadions irgendwie auf. Den Gig auf dem Bizarre-Festival 98, den ich aus dem TV kannte, konnten sie leider nicht wiederholen und es lag sicher nicht nur am fehlenden Regen. Daher erwartete ich dieselben, jungen, dynamischen Spunde die einfach auf die Bühne gerannt kommen und mit einem Burner-Song losstarteten wie von der Tarantel gestochen. Und nun seh ich einen dicken Chino der mit ´nem Basecap auf die Bühne schlurft, der Rest stöpselt seine Instrumente ein und erst dann legen sie los. Das nimmt irgendwie die Energie. Aber man muss anerkennen, dass sie sich wirklich Mühe gegeben haben, wenigstens die Leute in den ersten Reihen zu pushen. Die Band gehört einfach in eine Halle, dort können die Jungs immer noch killen. Später wurde der Gig in den Metal-Postillen auch mächtig zerrissen.

    Nachdem die Deftones ihr Set beendet hatten, öffneten die Securities wieder die Schleusen und unter heftigem Drücken von den hinteren Massen, gelangte ich *plopp* ohne Knochenbrüche durch den Eingang. Meine Zunge war ungefähr vergleichbar mit der Mojave-Wüste also holte ich mir als erstes einen Becher mit Wasser, hatte schon voll vergessen wie das schmeckt. Nun ja, die Deftones konnte ich zwar nicht von vorn beobachten, aber da kamen ja noch die Metalgods, yeah. Aber erstmal kam der Harlekin des Heavy Metals, …

    Marilyn Manson
    Tja, ähm, nette Show und Bühnengestaltung mit Anlehnung ans Dritte Reich, lustige Kostüme (z.B. Mickey Mouse), bunt geschminkte, freakige Mitmusiker, nette weibliche, leicht bekleidete Begleitung und Festival-kompatible Setlist mit Greatest Hits Charakter. Los gehts mit dem Opener des Neuen Albums The Golden Age of GrotesqueThis Is the New Shit” (geiler Song), danach diverse Manson Classics a la “ÉcouterIrresponsible Hate Anthem”, “ÉcouterSweet Dreams”, “Fight Song”, “Dope Show” usw. Leider auch der Popper “ÉcouterTainted Love” und zum schluss kam natürlich wieder die obligatorische Frage „How does it feel to be one of ÉcouterThe Beautiful People?”. Also alles beim Alten im Hause MM. Nichts wirklich neues was man nicht schon kannte. Solide Show, ohne nennenswerte Höhen oder Tiefen, Marilyn Manson halt, muss man halt mal gesehen haben.

    Monströse Soundwände wurden auf die Bühne gerollt, das Bühnenbild wurde in schwarz und lila getaucht, Nebel drang aus dem Hintergrund und das allen bekannte Konzert-Intro „The Ecstasy of Gold“ von Ennio Morecone erklang. Es war soweit…

    Metallica
    Als erstes tauchte Lars Ullrich aus dem Nebel hinter seinem Drumkit auf und betrachtete mit einer Wasserflasche die jubelnde Masse, dann kamen rechts und links Gitarrero Kirk Hammet und der neue Bassist Robert Trujillo hervor, und zu guter Letzt kam, Mr. Metallica himself, James Hetfield mit seiner 2m Holzfällerstatur hinter sein Mikro (eines von vielen) gestiefelt. Ohne viel Gelaber starten die 4 mit ihrem ersten Song durch und, ...oh my Gooood, es ist „Hit the Lights“. Der Opener vom ersten Album „Kill’em all“ und einer meiner (vielen) Metallica-Favourites. Gefolgt von noch einem Song des Debüts – „The Four Horsemen“. Die Leute gehen sofort los und singen lautstark mit. Mich hält nichts mehr hinten und ich stürme voller Euphorie nach vorn in die ersten Reihen wo der Mosh abgeht. Und es ist kaum zu Glauben, dem nicht genug zünden die „alten Herren“ einen 80er Böller nach dem anderen: „Harvester of Sorrow“, „Welcome Home (Sanitarium)“, „Leper Mesiah“… Hammet feuert ein Highspeed-Solo nach dem andern in die Massen, Lars trümmert die Doublebass ohne Gnade, Rob ist ein Tier am Bass und natürlich –Riffs – Riffs – Riffs- werden uns um die Ohren gehauen. Das Franken-Stadion kocht. Sogar die Leute auf den Tribünen stehen vor ihren Sitzen und gehen voll ab. Zwischen den Songs bedankt sich der sehr sympatische James Hetfield artig beim Publikum und heizt die Massen noch weiter an. Zwischen den 80er-Classics bauen sie auch 2 Songs vom neuen Album „St. Anger“ ein – Zuerst den Opener „Frantic“ (tic tic tic toc) und natürlich den genialen Titeltrack, der gleichzeitig die erste Single ist. Die 2 neuen Songs werden natürlich frenetisch bejubelt, genauso wie die erste Nummer an diesem Abend vom Black Album „Sad but True“ welches zwischen den 2 Songs gespielt wird. Dann sagt James plötzlich: „Ok, if you don’t recognize this song by now, then you’ve got to learn a lot about Metallica“ und das Riff von “Master of Puppets” ertönt, - alle rasten aus, „Masta, Masta!!! Und das ruhige Zwischenstück wird vom ganzen Stadion mitgegröhlt. Anschließend wird es ruhig. Und dann ertönen die Geräusche auf die ich wohl am meisten gewartet hatte: Es ballert aus allen Ecken, Kanonendonner, Minen-Explosionen und MG-Feuer welche noch gesteigert werden durch Pyro-Explosionen auf der Bühne und Höhenfeuerwerke über dem Stadion. Und mitten in dem Geballer ertönen die ersten Töne von „One“. Und beim abschließenden 4 Minuten Dauer-Geknüppel bangt sich jeder Beteiligte sein letztes Bisschen Hirn aus dem Schädel. Nach dem anschließenden „Blackened“ verlassen die 4 die Bühne, der Mainblock war gespielt und alle warteten gespannt auf die Zugaben. Mittlerweile war auch schon die Dunkelheit über Nürnberg hereingebrochen und der Zeitpunkt war gekommen an dem sich James allein mit seiner ESP auf die Bühne stellte um den wohl bekanntesten Song der Band vorzutragen, natürlich die Ballade: „Nothing Else Matters“. Fuck! Auch wenn der Song mittlerweile auch die Schwiegermutter- und Hausfrauen-Radiosender erreicht hat, war es doch der emotionale Höhepunkt dieses Konzertes, wenn nicht sogar des Festivals. Dieser Hüne steht auf dieser riesigen Bühne und singt diesen Song gemeinsam mit einem Chor aus Hunderttausend Kehlen, Das ganze Stadion sang mit ihm und als ich mich umdrehe, erblicke ich ein riesiges Lichtermeer. Auf dem Platz und auf den Rängen standen die Leute und zollten mit ihren Feuerzeugen der Band ihren Tribut. Gänsehaut pur. Neben mir standen muskelbepackte, zutätowierte, bepiercte Metalheads und hatten Tränen in den Augen - ich glaub sogar auch ich ein bisschen. Zumindest hatte ich einen fetten Pelz auf dem Rücken. Man muss ihn schon zu den großen Songs der Rockgeschichte zählen. Und irgendwie spiegelt er ja auch eine Lebenseinstellung wieder - „Everyday for a something new, and nothing else matters
    So, genug gesülzt. Zum Abschluss spielten sie noch den Nackenbrecher „Damage Inc.“ mit 'ner dicken Ladung Pyro, „Creeping Death“ und natürlich als letzten Song das unvermeidliche „Enter Sandman“, bei dem bereits einige Leute das Stadion verließen weil sie glaubten, das Konzert sei schon zu Ende. Zum Schluss haben sich die 4 Musiker Hand in Hand und unter tosendem Beifall verabschiedet und Drumstöcke und Plektren ins Publikum geschmissen. Ein Plektrum von Kirk Hammet landete direkt neben mir auf dem Boden, aber irgend so ein dummer Drecksack hat es sich vor mir geschnappt. Die Setlist war für meinen Geschmack jedenfalls top, obwohl ich´s schon schade fand dass sie nichts von den Load/Re-Load-Alben gespielt haben, aber die sind der ach so coolen Metalgemeinda ja nicht "true" genug.

    Anschließend gingen wir noch zur Alternastage, die sich auf einer Festwiese befand und sackten dort nieder um zum Abschluss noch ein wening

    Moby
    zu lauschen. Nach dem Metal-Massaker war seine Easy-Listening-Mucke und die Stimme seiner dicken Sängerin echt Balsam für unsere wunden Ohren. Er spielte ziemlich viel von seinem Erfolgsalbum „Play“, aber auch neue Stücke, wie das wunderschöne „In This World“. Er spielte auch einen 20sekündigen Speedmetal-Track als Tribut an Metallica und entschuldigte sich als Amerikaner beim Publikum für seinen Präsidenten George Bush und bekam dafür tosenden Applaus. Aber nach ca. 6 Songs hatten wir so einen Durst dass wir zurück zum Zelt liefen. Das abschließende „Feeling So Real“ (live mit der dicken Sängerin!!!) bekamen wir nur noch am Zeltplatz mit.

    Als wir zurück zu den Zelten kamen legten wir noch mal was auf den Grill gelegt hatten und tranken ein abschließendes Bierchen (oder mehr). Einer meiner Kumpels musste seinen Party-Marathon vom Vortag bitter bezahlen, indem er vor Müdigkeit im Zelt eingeschlafen war und damit Metallica verpasste. Auch die restlichen von uns legten sich endlich wohlverdient in unsere kuscheligen Schlafsäcke.

    Samstag 7.6. - Tag 2

    Aufgewacht mit dem Gefühl, der Optik und dem Geruch die letzte Nacht in der Spalte zwischen 2 Müllcontainern verbracht zu haben, wird erstmal ein Frühstücksgrill organisiert. Nach dem sehr abwechslungsreichen Frühstück (heut gab es gegrilltes Steak, Bratwurst und Toastbrot), machte ich mit einer Boxershorts bekleidet, Haugks Badelatschen an den Füßen und einer Rolle Klopapier unterm Arm einen Spaziergang durch das Camping-Gelände. Natürlich sah jeder an meiner Aufmachung welches Ziel ich hatte: Die berüchtigten und „heiß“ geliebten (hö hö) Dixie-Klos waren dann auch wohl bedacht in der prallen Sonne platziert, so dass der Besucher auch nicht zu frieren brauchte. Nach meinem Besuch war ich auch so „begeistert“, dass ich beschloss die nächsten Male die 300 m entfernten Sanitäranlagen im Kolosseum zu nutzen. Vor allem Haugks Badelatschen waren mit ihrer geringen Größe (5 Nummern kleiner als meine) in diesem triefenden Tropen-Klo nicht grade von Vorteil.
    Nach dem Frühsport fuhren Dimki, Haugk, Berni und ich noch mal mit dem Van nach Downtown Nürnberg um die hiesigen Aldi-Supermärkte, Obi-Bauhäuser und Dönerbuden-Bestände zu plündern und hauptsächlich neues nützliches Grillmaterial (wie z.B. Spiritus, Grillzange oder Pappteller) oder Nahrungsmittel zu besorgen. Anschließend mogelten wir uns mit meinem Witz und Scharfsinn (ich bin so cool) und der Leichtgläubigkeit der Parkwächter in das Parkgelände neben unserem Zeltplatz, und mussten nun endlich keine dreiviertel Stunde mehr laufen, um vom Wagen zu unserm Domizil zu gelangen, sondern nur noch 5 min. Was für eine Wohltat.
    Alex: Einige sinnlos vertrödelte Zeit später ging es - an diesem recht entspannten Tag - getrennter Wege. Während sich der eine Teil für die durchaus überzeugenden Ti ... ähm ... stimmlichen Leistungen der „Die Happy“ Sängerin Marta interessierten, bewegten Tom und Ich unsere verwesten Kadaver zu Cave In.
    Ciffi: Ich verließ die Bande schon am Vormittag um ein paar Bands zu sehen, die die anderen weniger interessierten. Als erstes wollte ich mir den Auftritt von…
    Lifehouse
    …ansehen, die an diesem Vormittag auf der Hauptbühne spielten, wo sie meiner Meinung nach, völlig deplaziert waren. Ich hatte die Band kennen gelernt, als ich im Frühjahr 2001 für 3 Wochen in den USA war. Dort waren die 4 Jungspunde zu der Zeit mit ihrem Major-Debutalbum „No Name Face“ grade der heißeste Scheiß in Sachen Alternative/College-Rock und hielten sich wochenlang auf der Nr.1 der US-Single-Charts mit ihrer Single „Hanging by a Moment“. In Deutschland hatten dann Viva, MTV und diverse Radiostationen versucht, die US-Durchstarter auch in unseren Breitengraden zu etablieren, was ihnen allerdings nicht so gut gelang, wie mit den Genre-Kollegen The Calling oder Staind. Nun planten Lifehouse mit ihrem 2. Album „Stanley Climbfall“ erneut die Eroberung der alten Welt. Die erste Singleauskopplung „Spin“ gefiel mir auch wieder sehr. Aber als ich die Stadiontreppen herunter lief, spielte die Band vor grade mal einigen hundert Leuten. Somit konnte ich ohne weiteres in den vorderen Bereich spazieren und dort ganz gemütlich stehen. Wie gesagt, in den Staaten würden die Kerle locker ein Stadion füllen aber bei uns sind sie lediglich einem kleinen Publikum bekannt und wären somit auf der 2. Bühne besser aufgehoben gewesen. Zum Konzert: Wie bereits erwähnt, hatte die Band schon die Hälfte ihres Sets gespielt, als ich das Stadion betrat, und ich hatte somit auch „Spin“ grade verpasst. *Mist* Na Ja, dafür spielten sie sofort „Sick Cycle Carrousel“, welches mir auch sehr gefällt. Anschließend spielten sie ihre neue Single „Take me away“(oder so ähnlich) vom aktuellen Album. Der Auftritt war sehr relaxt und die 4 US-Boys spielten sich solide durch die Höhepunkte ihrer 2 Alben mit ihrer recht unaufdringlichen Mischung irgendwo zwischen Nirvana und den Beatles - und mir gefiel’s. Ist halt so´ne Sache mit diesem US-Alternative/Post-Grunge-Gedudel. Entweder man mag Combos wie Nickelback, 3 Doors Down etc. oder man hasst sie. Ich, für meinen Teil, kann mir so ’ne Musik gut anhören. Und als Lifehouse dann noch zum Schluss erwartungsgemäß ihren No1-Hit „Hanging by a moment“ zum Besten gaben, schwelgte ich wieder in Erinnerung an meinen Staaten-Aufenthalt. Also ein durch und durch entspanntes Konzert, ohne irgendwelches übertriebenes Rumgepose, brutales Gequetsche oder erdrückender Lautstärke. Ich glaube nach diesem Vorabend hätte ich nicht sofort wieder mit irgend ´ner Hau-drauf-Combo anfangen können. Außerdem hat Lifehouse-Frontman Jason Wade eine sehr angenehme Stimme, ähnlich der von Scott Stapp aber weniger überreizt, wie das Organ des Creed-Sängers.

    Danach hatte ich noch ein wenig Zeit und schaute mir einwenig das Umfeld des Festivalgeländes an. Da gab’s ein Schwimmbad, ein Fun-Sport-Gelände mit Bungeejumping oder Trampolin, diverse CD/T-Shirt/Tatoo/Mampf-Stände oder sonstiges Klimbim. Auf dem Vorplatz des Stadions wurde man mit Metall- und Rockklassikern beschallt (bei Sepulturas „Roots Bloody Roots“ brüllte der ganze Platz mit) und konnte sich für 20 € einen Eimer Sangria + Strohhalme kaufen. Party Hard sozusagen.
    Nachdem ich den gesamten Platz abgelaufen hatte und mir jeden Stand angesehen hatte, machte ich meinen ersten Besuch im Talent-Forum, sozusagen der 3. Bühne des Festivals.
    Hierfür hatten die Veranstalter die Eissporthalle trockengelegt und zur Konzerthalle umfunktioniert. Dort hatten somit locker 3000 Mann platz die sich dort dann weniger bekannte oder lokale Bands, hoffnungsvolle Newcomer aber auch gestandene Institutionen, wie die LA-Indi-Funk-Rocker Mother Tongue anschauen konnten. Tom und Ich hätten uns Mother Tongue ebenfalls gern angesehen, aber die spielten leider freitags zur selben Zeit wie Metallica und wir mussten unsere Prioritäten setzen, und Metallica ist nun mal Metallica.
    Ich zumindest wollte mir dort eine Band namens Nothingface ansehen, die laut dem UncleSallys-Magazin der heißeste Newcomer in Sachen Psycho-New-Metall ala Slipknot oder Mudvayne seihen sollten. Aber ich konnte nur 3 oder 4 Songs dieser Brüll-Affen ertragen und verließ dann die dunkle Halle in Richtung Alterna-Stage. Dort sollten gleich
    Cave In
    …spielen. Unser bevorzugtes Musik-Magazin Visions hatte die Band auf ihrem Cover und lobte sie über den grünen Klee, weil sie angeblich mit ihrem neusten Album „Antenna“ eine bewundernswerte Entwicklung von Hardcore zu mehr melodischem Emo vollzogen hätte. Ich hatte vorher noch nie von denen gehört und kannte nur einen Song von’nem Visions-Sampler. Aber wegen der guten Kritik in der Presse und weil eh grad keine andern lohnenswerten Acts auf den anderen Bühnen standen, waren sie einen Besuch sicher wert. Also holte ich mir ein Bier (mein erstes und einziges) für den Spott-Preis von 3€ + (1€ Pfand) und schaute mir den Auftritt von einer Bank aus, an. Für mich war’s stinknormaler Emo-Rock mit Heul- und Schrei-Gesang. Ich konnte zumindest keinen großen Unterschied zwischen den Songs heraushören und alte Songs die mehr nach Hardcore klängen konnte ich auch nicht festmachen. Kann mich auch nicht an einen einzigen Song erinnern, der mich irgendwie begeistert hätte. Am besten beschreibt man den Auftritt wohl mit „solide“. Muss man vielleicht mehrmals hören.
    Dafür freute ich mich nun auf den Auftritt von…

    Blackmail
    Musikalisch waren die mir eigentlich schon immer egal gewesen, denn wenn ’ne deutsche Band englischsprachige Rockmusik macht, dann ist das in der Regel nie sehr aufregend. Aber ich hatte schon öfters gehört dass die Band live ziemlich Stimmung machen soll und Energiegeladene Konzerte gibt. Außerdem sind die Koblenzer immer & überall auf Achse. Es gibt quasi kein deutsches Festival auf dem sie nicht aufgetreten sind. Somit hatten sie sich durch ihr unermüdliches Touren in Deutschland und ihrer Bühnenpower eine nicht geringe Fan-Schar erspielt und auch den Respekt von vielen anderen Rockfans. Die Band begann mit ein paar Songs die nur Die-Hard-Fans kannten. Außerdem hatte ich mein Bier noch nicht ausgetrunken und musste ja noch das Pfand abkassieren. Aber nachdem ich dann meinen Euro wiederhatte ging ich auf direktem Weg in den vorderen Bereich und, hey, da ging’s echt ab. Durch das Rumgepoge hatten sich irgendwie ein paar Unterlegematten gelöst die nun durch die Kante geschmissen wurden und die Leute moshten und tanzten nun in einer riesigen Staubwolke vor der Bühne. War irgendwie cool, mal wieder so abzuhotten und ich hab ordentlich mitgemosht. Und als dann Blackmail am Ende noch ein paar mir bekannte Titel wie „Same Sane“ oder „It could be yours“ vom Stapel ließen, ließ ich mich auch von der tobenden Masse für ein paar Sekunden tragen. Nachdem die Band ihr Set beendet hatte, erntete sie auch tosenden Applaus. Die Gerüchte um ihre Live-Qualitäten hatten sich somit bestätigt und ich war wirklich positiv überrascht. Zwar hab ich mir bis heut immer noch keine CD von denen gekauft aber wenn die mal wieder auf einem Festival spielen, welches ich besuche, dann sind sie mir definitiv wieder einen Besuch wert.
    Auch Tom & Alex hatten sich unabhängig von mir, die 2 Bands angesehen.
    Alex: Solide Acts, die man sich um die Zeit mal gemütlich anschauen kann. Besonders Blackmail waren zum Schluss hin recht überzeugend und ein wenig Lokalpatriotismus gehört ja auch dazu.
    Ciffi: Dann hab ich die 2nd Stage wieder verlassen um erneut ins Stadion zu seppeln (ja, mir hätte dort mal jemand Fersengeld zahlen sollen *g*). Unterwegs kamen mir auch Dimki und Berni entgegen die sich auf der Alterna-Bühne Die Happy anschauen wollten, aber sicher nicht wegen ihrer musikalischen Qualitäten sondern wegen ihrer weiblichen Frontfrau. Obwohl sie die schon letztes Jahr aufm Highfield gesehen haben. Tja, was soll ich da noch sagen *g*
    Ich zumindest war wieder unterwegs zum Stadion um mir dort…

    Zwan
    anzuschauen. Nicht weil ich die Band großartig mochte, sondern weil ich wenigstens einmal Billy Corgan live gesehen haben wollte, einen der wohl größten musikalischen Masterminds der 90er, der uns mit seinen großartigen Smashing Pumpkins so manchen Song für die Ewigkeit geschrieben hat.
    Letzteres kann man von seiner neuen Kapelle nicht unbedingt behaupten. Mit ihrem Gute-Laune-Schrammel-Pop konnte ich nicht viel anfangen und ihr Auftritt war dann auch das reinste Valium. Die 5 Beatniks standen wie angewurzelt auf der Bühne und spielten völlig leblos ihre grottenlangweilligen Songs runter. Ich dachte Corgan hätte die Band gegründet um Spaß zu haben, aber davon war absolut nichts zu merken. Vor allem dieser David Pajo stand da als hätte er sich eingekackt und krampfte sich total verängstigt an seiner Klampfe fest. Wo die Pumpkins früher noch mit dem ein oder anderen Riffrocker ordentlich Dampf machten, herrschte nun belangloses LaLaLa. Na ja, das Stadion war dennoch recht beachtlich gefüllt, aber auch nur wegen Billy-Boy. Und ein Großteil der Zuschauer wartete auch nur auf den abendlichen Headliner Iron Maiden. Manche scheuten sich auch nicht vor Pfiffen für Zwan und zeigten mit dem Finger immer wieder an die Bühnendecke, wo bereits die riesigen Banner mit Maiden-Maskottchen Eddie hingen. Ich bin dann auch nach dem 3. Song oder so (es war die Single „Honestly“) abgehauen. Auch das knappe Höschen der Bassistin Paz Lechantin, welches Alex wohl sehr beeindruckte, konnte mich da nicht umstimmen. Unverständlich dass die Dame für den Haufen die geilen A Perfect Circle verlassen hat. Na ja, wenigstens hatte ich jetzt mal die beiden Ex-Pumpkins Billy Corgan und Jimmy Chamberlin live gesehen. Und Mittlerweile haben sich Zwan ja auch schon wieder aufgelöst Starke Nummer, Billy!
    Alex: Bis zu Silverchair war noch genügend Zeit minimale Körperpflege zu betreiben und unser Umfeld von den penetranten Gerüchen und Parasiten zu erlösen. Während Iron Maiden gegen 21 Uhr erfolgreich Hobbits niederstreckten, rüstete sich unsere Fraktion mental die hygienischen Traditionen der Dixy-Toiletten auch in den Duschen weitergeführt zu sehen (na ja, die kann man wenigstens nicht umkippen). Angenehm überrascht konnten wir ohne Schlangezustehen und mutierten Ratten zu begegnen unter der Dusche die oberen Krusteschichten entfernen.
    Ciffi: Mit einem Gefühl wie neugeboren und nach dem allabendlichen Grill-Essen sind wir dann alle zusammen zur Alterna-Stage gelaufen um uns Silverchair anzuschauen.

    Silverchair
    Alex: Coole Verkleidung von Daniel Jones und halt eine geniale Band. Sehr zu meinem persönlichen Bedauern mussten wir (bis auf Ciffi) frühzeitig zum Talent Forum, um Mudvayne noch sehen zu können. Mit „Emotion Sickness“ war das Beste eh gelaufen und alte Sachen wollte er ja nicht weiter spielen...
    Ciffi: Während ich voller Übereifer wieder in den vorderen Bereich rannte, blieben die anderen 5 hinten stehen, um dann so schnell wie möglich ins Talent-Forum zu gehen und dort Mudvayne zu sehen. Silverchair waren seit ihrem Debutalbum „Frogstomp“ 1995 eine meiner absoluten Lieblingsbands, als sie im zarten Alter von 15 Jahren mit Hammerriffs und erdigem Grunge-Rock die Musikszene begeisterten. Doch nun sind die Herren 23 und haben mit Frontmann Daniel Johns „leider“ einen der genialsten und ambitioniertesten Songschreiber in ihren Reihen. Und während der 3. Longplayer „Neon Ballroom" noch begeisterte durch Keyboard- und Synthie-Sounds und einer durchgängigen dunklen Aura, waren sie mit ihrem letzten Werk „Diorama“ für meine Begriffe etwas über das Ziel hinaus geschossen. Daniel Johns hatte wohl all seine Songwriterischen Qualitäten perfektioniert und gebündelt und die Platte klang eher nach einem Musical von Andrew Lloyd Webber als nach allem was man von Silverchair gewohnt war. Ich hatte die Band ja bereits den vorigen Freitag in Berlin gesehen. Und da spielten sie zu meinem Bedauern nur je 1 Song von ihren ersten beiden Alben und die 4 Singles von Neon Ballroom und sonst nur Diorama-Material. Deshalb blickte ich recht optimistisch auf den heutigen Auftritt. Ich dachte mir dass die 3 Aussis diesmal wohl doch ein paar alte Songs mehr bringen würden und eher eine Festival-kompatible Setlist bringen würden, denn dort sind ja nicht nur eingefleischte Fans im Publikum sondern auch Leute, die nur die alten Songs kennen oder die Band noch gar nicht gehört haben. Als ich dann an der vorigen Absperrung ankam, starteten sie auch sofort mit „Emotion Sickness“ los, gefolgt von „Israels Son“ vom Debut-Album und ich stürmte frohen Mutes in den vorderen Bereich. Das Bühnenbild war wieder Regenbogen-bunt gestaltet und Daniel trug einen roten Admirals-Anzug und eine große Sonnenbrille zu seinem flaumigen Backenbart. Doch meine Begeisterung nach den ersten beiden Songs war nicht von langer Dauer und meine Hoffnungen wurden jäh zerstört. Sie spielten im Grunde genommen dieselben Songs wie in Berlin und ließen sogar noch „Miss u Love“ von Neon Ballroom weg. Obwohl viele Leute im Publikum nach „Old School“ oder „Classics“ verlangten, spielte der sture Sack sein orchestrales Diorame-Gewichse nach und nach runter und zum Schluss brachte er wieder seine nervtötende James Brown/Jazz-Nummer (welches mich böses ahnen lässt für das nächste Album). OK, man kann nicht sagen dass das Konzert scheiße war. Die Stimmung im Publikum war super, die Band war sehr zu Scherzen aufgelegt und man sang sogar mit dem Publikum die australische Nationalhymne. Und auch musikalisch konnte man der Band keinen Vorwurf machen denn viele Nummern von Diorama (allen voran „Tuna in the Bryne“) sind unweigerlich geniale Songs. Jeder muss zugeben dass Daniel Johns einer der begnadetsten Songwriter seiner Zeit ist und bei keiner Band konnte man in den letzten Jahren so eine Riesenentwicklung beobachten wie bei Silverchair. Doch ich muss einfach zugeben, dass ich als Fan der ersten Stunde, mit dem Album immer noch nicht ganz warm geworden bin. Außerdem ist es nicht die Weiterentwicklung der Jungs, die mich so ankotzt, sondern die sture Art von Daniel bei Konzerten. OK, ich kann es ja einerseits verstehen, dass er sich mit den Songs die er mit 15/17 Jahren geschrieben hat, heute nicht mehr so richtig identifizieren kann. Aber er spielt doch die Konzerte nicht nur für sich sondern in erster Linie für die Fans. Und vor allem die alten, die der Band von Anfang an die Treue hielten, fühlen sich somit echt verarscht. Und ich denke, hätten Silverchair noch „Freak“ und „Pure Massacre“ gespielt, wäre jeder Beteiligte glücklich gewesen und bei 2 Songs mehr, hätte sich Herr Johns auch keinen abgebrochen. Ich begrüße es, wenn sich eine Band weiterentwickelt und das auch vertritt, aber man sollte dabei nie seine Vergangenheit und seine alten Fans verleugnen, denn ohne die, wäre die Band nicht dort wo sie heute steht.
    Somit muss ich das Konzert schlussendlich als enttäuschend abstempeln, vor allem weil ich nach dem Berlin-Gig mit einer noch größeren Erwartungshaltung nach Nürnberg gefahren bin. Das Beste wäre wohl gewesen, wenn ich nach „Anthem for the Year 2000“ per Crowdsurf das Konzert verlassen hätte und den anderen 5en ins Talent-Forum gefolgt wäre um mit ihnen bei Mudvayne abzufeiern. Doch so habe ich vertrauensduselig bis zum letzten Song noch auf einen Klassiker gewartet und hab mich dann erst auf den Weg gemacht. Doch, als ob meine Enttäuschung nicht schon groß genug gewesen wäre, blieb ich in einer riesigen Menschenmenge stecken weil die eine Masse raus wollte, und die andere wollte rein um den abendlichen Headliner Reamon zu sehen. Somit kam ich erst in die Eissporthalle als Mudvayne grade vorbei waren und die anderen 5 mir euphorisch erzählten, wie geil die Halle abgegangen ist (inklusive Dimkis Moshpit) und das es wohl das bisher beste Konzert des Festivals gewesen sein soll. …FUCK!!!

    Mudvayne
    Alex: Der Ticketpreis hat sich allein wegen diesem Bassisten gelohnt – eine Maschine die ihr Instrument verprügelt. Ansonsten abrocken bis die Gelenkprothesen versagen. Alle relevanten Songs in knappen 45 Minuten, ohne Kostüme, dafür musikalisch umso überzeugender.

    Taproot
    Allgemeine Verständnislosigkeit. Nett, aber austauschbar.
    Ciffi: Echt langweilige Ami-Kapelle. Daheim sind sie mit ihrer Post Grunge/Nu-Metal-Mixtur natürlich voll up to date, aber bei uns kennt die so gut wie niemand und einen nennenswerten Hit haben die auch nicht. Deshalb kann ich nicht verstehen, warum man die als Headliner des Abends gesetzt hatte und Mudvayne, die hierzulande eine viel größere Relevanz haben und schon vor 2 Jahren bei RIP spielten, noch vor Taproot auf die Bretter schickte. Hätten die Veranstalter die 2 Bands getauscht, dann hätte ich trotz meines Silverchair-Fiaskos noch Mudvayne sehen können und zu „Not Falling“ oder „Death Blooms“ meinen Frust ablassen können.
    Doch so bin ich nach 2-3 Songs angepisst zurück zum Zelt gestiefelt und auch die anderen trafen nach und nach im Zeltlager ein, weil die Band einfach nichts riss.
    Alex: Nach einem weiteren Versuch von Extreme Nachtgrilling widmet sich der Großteil der Kräfteregeneration, während Bernie und Dimki mit unseren Zeltnachbarn höchstens ihren Alkoholpegel wiederherstellen.

    Sonntag 8.6. - Tag 3

    Ciffi: Same shit, different day: Geweckt durch Bernis Gelalle, wache ich erneut in einer Schweißpfütze auf und quäle mich nach Tom aus dem Zelt. Und nachdem ich mir die Sandmann-Kruste aus den Augen gepult habe und aufrecht stehe, höre ich nur ein „Sssiffiiiii, Kommm maaa hea!!! aus Bernis Mund. Als ich nach links schaue, sehe ich Berni und Tom wie sie unten am See mit unseren Zelt-Nachbarn sitzen, mit denen Berni und Dimki in der Nacht wohl Bekanntschaft gemacht haben, und sich irgendwelche hochprozentigen Spirituosen in die Birne gießen.
    Ok, dass Berni gern mal einen über seinen Durst trinkt, ist ja weithin bekannt. Aber…was soll ich sagen… es war früh um 11.
    Nachdem ich Bernis Aufforderung gefolgt war und mich zu dem lustigen Haufen gesellt hatte, streckte mir Berni eine Flasche (angeblich) 73%igen Fusel entgegen, mit dem lustigen Namen „Captain Morgen“, und sagte „Trink dass und danach gleich das Wasser“. Und auch Tom, der daneben saß und nach Atem rang, stimmte ein ich solle das unbedingt kosten. Außerdem saß bei ihnen ein Typ namens Tilo, der irgendwelche hochphilosophischen Kommentare über das Saufen vom Stapel ließ und irgendwas faselte von „Einfach Trinken und einer von uns sein“. Wenn´s weiter nichts ist: hepp, und runter damit…
    Eins steht fest, nach diesem geschmeidigen Umtrunk waren alle Bakterien, die sich in den vergangen 2 Tagen in meiner Mundhöhle und den Zahnzwischenräumen angesammelt hatten, mit einem Schlag abgetötet. Anschließend durften Alex und Haugk, die nach mir aus dem Zelt gefallen waren, auch noch kosten und somit waren wir alle gleich wieder on top. Von dem leicht verhaltensgestörten Tilo durfte ich mir noch ein paar beknackte Beiträge über das Saufen und die Gruppendynamik beim Festival anhören. Ich merkte sofort dass sich der Typ wohl schon die ein oder andere Gehirnpartie taub gesoffen hatte und auch so in seinem Oberstübchen nicht ganz allein war. Später offenbarte er mir, das er Unteroffizier bei der Bundeswehr sei – no comment. Aber Berni schien ihn zu mögen (obwohl der in seinem Zustand wohl nicht mehr so richtig einschätzen konnte, wen er mochte und wen nicht) und außerdem waren wir ja alle zusammen Festival-Assis, sozusagen Brüder im Geiste. Irgendwann erwachte auch Dimki aus seinem Koma-Schlaf und pulte sich aus seinem vermufften Schlafsack hinaus in die Welt. Begrüßt wurde er von einer umherirrenden Alkoholleiche, die kurz zuvor unter einem zusammengebrochenen Zelt hervorgekrochen war. Der Schnapshans schien von seinen Kumpanen vergessen worden zu sein und wankte ziellos umher auf der Suche nach Leuten die ihm sein nächstes Bier spendierten. Außerdem krächzte er bei jeder passenden Gelegenheit „Märiliiin Mänsäään!“. Wahrscheinlich hatte er neben seiner Zurechnungsfähigkeit auch seine Stimme verloren.
    Nichtsdestotrotz möchte ich diesen Teil über diesen Sonntagvormittag nicht weiter ausbauen, schließlich standen an unserem letzten Festival-Tag noch andere geile Bands auf dem Programm, die wohl sehr viel berichtenswerter sind. Außerdem wird Dimki wohl liebend gern jedem die komplette Story dieses Vormittages mit jedem Detail erzählen, der es hören möchte (oder auch nicht).

    Da Berni lieber mit seinen neuen Freunden noch einen heben wollte, und Dimki noch warten wollte weil er wohl an irgendeinem weiblichen Wesen gefallen gefunden hatte, liefen wir restlichen 4 wieder einmal zur Centerstage, wo wir erstaunlicherweise ohne Probleme in den vorderen Bereich gelangten.

    Emil Bulls
    Alex: Nett (Lokalpatriotismus ... obwohl, waren das nicht Bayern?). Haben schon recht heftig gerockt, ohne jedoch mit einem eigenen Stil zu überzeugen. Zur Einstimmung ...

    Ministry
    Stellenweise sehr monoton-brachial – da hätte man sich auch mal die ein oder andere gemächlichere Nummer gewünscht. Der Sänger Al Jourgonson war etwas unsympathisch, die Leinwandshow dagegen ziemlich cool und 2 Schlagzeuge sind auch nicht gerade gewöhnlich. Wenigstens kann man nun behaupten eine Legende des Industrial Metal gesehen zu haben.

    Stone Sour
    Ciffi: Corey Taylor, der unmaskierte Slipknot-Frontkasper ist mit seinem eher alternative-lastigen Nebenprojekt als nächstes an der Reihe. Er kommt mit einem weißen Unterhemd auf die Bühne, seine Mitmusiker (von denen 2 Mann ebenfalls bei Slipknot spielen) sind allesamt in schwarz gekleidet. Los geht’s mit dem Album-Opener „Get Inside“ gefolgt von so ziemlich allen anderen Haudrauff-Songs des Albums. Durchschnittliche Hard-Rock-Bretter mit wechselndem Brüll- und Kopf-Gesang. Taylor post was das Zeug hält, wälzt sich auf dem Boden und kotzt sich ordentlich aus, seine Mitstreiter an den Instrumenten knüppeln sich monoton durch ihr Set. Doch kurz vor Schluss kommt Corey mit einer Gitarre behangen vor das Mikro geschlurft und trägt den einzigen Unterschied zwischen StoneSour und Slipknot, und den einzigen Grund weswegen ich mir das Album gekauft habe, vor - „Bother“. Dieser Song, so 0/8/15 er auch sein mag, mit seinem Akustikgitrarren-Sound, und seinem melancholischen Refrain - eigentlich eine Post-Grunge-Ballade unter vielen - hat es mir angetan wie kein zweites Lied dieses Jahr. Wie gesagt, ich bin eben sehr anfällig für diesen Post-Grunge-Sound. Und mal ehrlich, wer hätte denn geglaubt dass der Brüll-Weirdo von Slipknot mal so einen Song schreiben würde. Aber andererseits zeigt es auch das Problem welches ich mit Corey, oder auch Rob Flynn (von Machine Head) habe. Wenn der Typ richtig singt, dann hat er die beste Stimme der Welt. Aber sein prolliges Rumgebrülle reißt bei mir nichts und lässt auch keinen großen Unterschied zu seiner Hauptband erkennen. Bei „Bother“ jedoch zeigt er die volle Emotionalität und Schönheit seiner Stimme und ich rufe meine Freundin Anne mit dem Handy an (ja, ich bin ein kleiner Romantiker *g*). Zum Abschluss brüllt er uns noch die neue Single „Inhale“ vor, schmeißt seine Vittel-Flasche und sein Unterhemd ins Publikum und verschwindet. Durchschnittlicher Gig mit einem kleinen Höhepunkt.

    Apokalyptica
    Alex: Passend zum Namen von sehr stürmischem bzw. nassem Wetter begleitet. Nachdem die Entscheidung getroffen wurde, im Sinne des Rock’n’roll im Moshpit – den Naturgewalten zum Trotz – zu verweilen, hatten wir das Glück bis auf die Knochen durchnässt zu werden, während wir uns zu den Celloklängen in Extasse wogten. Wahnsinns Band, geniale Show und 2 Zugaben – ein absolutes Highlight.
    CiffI: Jap, die haben ihre Sache echt gut gemacht. Die 4 Finnen schruppten ihre Cellos gnadenlos und zeigten dabei trotz mörderischen Headbangens, keine Schwächen an ihren Instrumenten, echt Wahnsinn. Vor allem der Drummer war eine Bereicherung für den Sound. Die Songauswahl setzte sich zusammen aus den obligatorischen Coversongs von Metallica-Classics a la „Master of Puppets“ oder Sepultura´s „Refuse Resist“ gemixt mit eigenen Songs wie „Path“ oder „Somewhere around nothing“. Und der derbe Regenschauer der zeitweilig über dem Stadion hereinbrach, peitschte sowohl die Band als auch das Publikum nur noch mehr an. Vor allem der blonde Jungspund hat echt Stimmung gemacht und sich mit freiem Oberkörper und mit seinem Cello in den prasselnden Regen gestellt und die Massen angefeuert. …und wir moshten den Regenfällen zum Trotz in unseren triefenden Klamotten. Allerdings musste ich das Konzert kurzzeitig verlassen um dringend die sanitären WC-Einrichtungen neben dem Stadion aufzusuchen. Diese fand ich jedoch nicht im allerbesten Zustand und leicht „überfüllt“ vor, - aber das ist eine andere Geschichte… 

    Evanescence
    Als nächstes standen die US-Newcomer des Jahres auf dem Programm. Die Gothic-Nu Metall-Kapelle, mit ihrer charismatischen Sängerin Amy Lee, hatte grade mal ihre Debut-Single „Bring me to life“ draußen und ging mit dieser so dermaßen durch die Decke dass man sie gleich auf die Hauptbühne setzte, was sich für einen unerfahrenen Newcomer oftmals als eher negativ erweisen kann. Und auch ich hatte so meine Zweifel.
    Doch der 5er aus Arkansas machte seine Sache besser als erwartet und konnte die gute Stimmung im Publikum locker halten, was nicht zuletzt an der Präsenz von Frontfrau Amy lag. Die Dame fegte in ihrem rot-schwarzen Mieder-Kleid über die Bühne wie die Märchenfee und interagierte gut mit dem Publikum: „Yesterday we played at Rock am Ring and the people there were awesome. Can you do it better???“ – na aber Hallo. Mit „This is probably the only song you know of us“ wurde die Single „Bring me to life“ geschickt in der Mitte des Sets eingebaut anstatt ans finale Ende, um zu zeigen das dieser Song eher weniger repräsentativ für den eigentlichen Bandsound ist und die anderen Songs gleichwertig sind und genauso hörenswert. Diese hatten dann auch absolut nichts mit Nu Metall oder Rap-Gesang zu tun und waren wesentlich Gothic-lastiger. Somit konnte Amy Lee bei Songs wie „Going under“ oder „Tourniquet“ vielmehr ihre herausragenden gesanglichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Zudem coverten sie den Song „Zero“ von den Smashing Pumpkins und bewiesen somit auch einen guten Musikgeschmack. Im Endeffekt kann man sagen dass Evanescence einen guten Einstand auf deutschen Bühnen hingelegt haben und der erste Eindruck eines langweiligen Linkin Park-Verschnitts mit weiblichem Gesang den ich von der Vorab-Single hatte, konnte bei mir relativiert werden. Außerdem konnte der Rhythmus-Gitarrist bei „Bring me to life“ den männlichen Part genau so gut rappen wie der dumpfbackige 12Stones-Sänger im Videoclip.
    Sogar Alex war eher positiv überrascht, obwohl er vorher keine großen Erwartungen in die Band gesteckt hatte.
    Alex: Nicht so schlimm wie erwartet und auch nicht schlechter als diverse Nu-Metal Acts des Festivals. Die Sängerin freute sich so sehr über ihre Anwesenheit, dass sie auch gleich „Zero“ von den Pumpkins coverten. Ob sie mir – nach anfänglichem Herzstillstand – dadurch sympathischer geworden sind oder ich ihnen nun auch noch Blasphemie vorwerfen kann, weiß ich bis heute noch nicht.



    Audioslave
    Ciffi: Nachdem wir nun Zeit hatten unsere klatschnassen Klamotten etwas trocknen zu lassen, war als nächstes eine weitere Alternative-Rock-Institution, oder besser gesagt die Neu-Konstellation zweier Rock-Institutionen der 90er Jahre an der Reihe: Der frühere Sänger der Seattle-Heroen Soundgarden - Chris Cornell, der wohl eindeutig zu den besten Sängern unserer Zeit zählt und die restlichen Mitglieder von Rage Against The Machine um Gitarrengott Tom Morello. Nun zumindest hatten sich diese 4 Ausnahmemusiker unter dem Namen Audioslave zusammengeschlossen und ein Album raus gebracht, die wohl die perfekte Mischung der 2 vorangegangenen Bands darstellte, nachdem man vor dem Release noch etwas skeptisch gegenüber dieser Konstellation war. Nun waren Audioslave nach Nürnberg gereist um uns mit ihren Livequalitäten zu beglücken.
    Wir 4 hatten uns mittlerweile in den vorderen Bereich gedrängelt und warteten nun erwartungsfroh auf den Act. Der kam dann auch bald unter tosendem Applaus und zwischen Rauchschwaden auf die Bühne gestapft und jeder positionierte sich. Zuerst fielen mir die Outfits auf. Tim C. trug ein Schirm-Cap und sah damit aus wie ein Riesenbaby, Chris Cornell trug eine Army-Baggy und beige Leder-Stiefel, und Tom Morello, der ja schon zu RATM-Zeiten oft beknackte und unpassende Kopfbedeckungen trug, hatte ein schwarzes Leder-Cappy auf. Na ja egal, schließlich waren wir ja auf keiner Modenschau sondern auf einer fuckin Rock´n Roll-Show. Und das zeigten uns die 4 auch sofort und stimmten prompt den aktuellen White Stripes-Hit „Seven Nation Army“ an. Nach anfänglichem Stutzen packte uns jedoch schnell der Hüpfwahn, zu dem dieser Song unweigerlich animiert, und schon nach Sekunden brachte Audioslave das gesamte Frankenstadion zum Hüpfen, ironischerweise mit einem Song der nicht mal von ihnen war. Aber zumindest zeigten sie damit dass sie als alte Hasen sich auch für moderne Rockbands begeistern können. Und auch nach diesem Hit konnten die 4 mit eigenen Stücken vom aktuellen Debut-Album die Stimmung locker halten. „Like a Stone“, „Light my way“ oder das affengeile „Gasoline“ brachten das Publikum, inklusive uns, kontinuierlich zum ausrasten. Vor allem konnte die Band wohl die größten Sympathiepunkte des Festivals ernten, als sie einen Audioslave-Fan aus der ersten Reihe auf die Bühne holten, nachdem der ein Pappschild mit der Aufschrift „Tom Morello is the best“ hochhielt (so einfach kann´s gehen). Der Typ war dann natürlich hin und weg als er dann da oben stand und allen vieren inkl. seines Idols Morello die Hand schütteln durfte. Nach anschließendem Applaus für diese nette Geste steckte Chris den Glückspilz wieder in die erste Reihe direkt vor Tom Morello. Echt knorke die Jungs. Tja, das macht halt echte Rock-Helden aus, auch in riesigen Stadien nicht unnahbar zu sein und trotzdem Kontakt mit den Fans zu haben. Nach dieser Aktion war das Publikum natürlich noch aufgedrehter. Und die Band heizte die Menge weiter mit ihren funkigen Rockkrachern an und Cornell reizte sein gigantisches Organ bis zum letzten aus – Waaaahnsinn der Mann. Natürlich war auch ich so aufgedreht, dass ich mich auf die tobende Meute heben ließ und per Crowdsurf über die Absperrung schwebte. Nachdem ich allerdings zuvor immer wieder ohne Probleme an den Seiteneingängen in den Vorderen Bereich gelangte, drängte sich bei dieser Band wieder eine Menschenmasse an beiden Eingängen und ich durfte mal wieder anstehen.
    Und während ich so da steh und mir das Konzert mehr oder weniger über den Seitenmonitor anschaue, entdecke ich ein paar Meter von mir entfernt einen Typen, und denke mir „cool, der hat ja dieselbe Wollmütze mit dem grinsenden Totenkopf wie Corey Taylor“, doch nachdem ich genauer hinsah, und merkte das da 2 oder 3 Leutchen drumrumstanden und sich Unterschriften holten, schnallte ich endlich „Scheiße, das IST Corey Taylor“. Natürlich bin ich sofort hin und hab mir -Corey hatte schlauerweise einen Stift dabei - ein Autogramm auf die Rückseite meines Tickets geben lassen. Echt nicht zu fassen: Der kleine Typ stand da mit seiner weiblichen Begleitung um sich Audioslave von der Seite aus anzusehen, und (fast) keine Sau bemerkte ihn obwohl er vor 1 Stunde selbst noch vor uns auf der Bühne rumgehoppst ist. Natürlich blieb er für einige wenige nicht unbemerkt, aber die reagierten nicht hysterisch sondern unterhielten sich ganz relaxed mit ihm und fragten ihn vornehmlich wie weit es um das neue Slipknot-Album stehe. Ich fragte ihn ob er vielleicht nach dem Konzert, Chris Cornell auch nach draußen schicken könne, worauf er lachend sagte, dass er es versuchen könnte. Abschließend machte ich noch ein Foto mit ihm (meine One-Way-Camera immer dabei) und wandte mich wieder voll dem Konzert zu.
    Mittlerweile näherte sich dieses auch dem Ende zu, doch Audioslave hatten sich ihre besten Songs natürlich bis zum Schluss aufgehoben. Denn plötzlich wurde es ruhig und Chris Cornell kam mit einer Akustik-Gitarre auf die Bühne stolziert und spielte die Ballade „I am the Highway“. Boaaah, Hammer-Song , Hammer-Stimme, Gänsehaut pur, einfach genial. Danach fuhr die gesamte Band noch mal schweres Geschütz auf und donnerte noch mal mit der neuen Single „Show me how to live“ los. Für mich die 2 besten Songs auf dem Album. Abschließend gab’s noch die Debut-Single „Cochise“, zu der noch mal die Hölle losbrach, die ich allerdings nicht so toll finde.
    Definitiv war es wohl das beste Konzert dieses sonntags und für mich sogar das Zweitbeste des Festivals. Man merkte den Musikern ihre langjährige Bühnenerfahrung einfach an und auch so stimmte bei diesem Konzert einfach alles. Tolles Bühnenacting, ein stimmgewaltiger und ausdrucksstarker Sänger, ein Klasse-Gitarrist, Gute Mischung zwischen atmosphärischen Balladen und rockigen Brettern mit einem klasse Cover-Song und natürlich die Kommunikation mit dem Publikum, was vor allem heutzutage viele Bands vermissen lassen. Das einzige was diesen Gig hätte übertreffen können, wären natürlich 2 Konzerte von Soundgarden und RATM *g* Aber immerhin habe ich jetzt mit Chris Cornell und Tom Morello (schon wieder) 2 der größten Rock-Musiker unserer Zeit live gesehen. Obwohl natürlich letzterer nicht mehr die unglaublichen Aktionen an seiner Gitarre zeigt, wie noch zu seinen Zeiten bei RATM.
    Alex: 10 m Luftlinie zu Chris Cornell und Tom Morello - jetzt kann ich beruhigt sterben! Die Songs kommen auf der Bühne noch viel intensiver, so dass man am Ende nicht mehr wusste, ob die Feuchtigkeit in der Kleidung nun von Regen, Schweiß oder noch ganz anderen Quellen herrührte ;)


    Placebo
    Wahnsinns Licht und Raucheffekte für eine Band die zu recht Headliner dieses Tages war. Dichte Atmosphäre zwischen rockigen Brettern und ruhigen, getragenen Titeln ... eine überragende Darbietung!
    Ciffi: Na ja, nach dem vorangegangenen Konzert, hätte da eh fast jede Band auf der Bühne stehen können und ich hätte es nicht ordentlich zu würdigen gewusst. Außerdem war ich nie ein besonders großer Placebo-Fan. Aber alles in allem war es doch eine solide Show mit allen relevanten Hits der Band wie „Taste in Man“, „Black Eyed“, „Slave to the Wage“ oder „Every you, Every me“. Zudem fand ich es eine faire Geste von Brian Molko, als er das Publikum aufforderte dem kranken Linkin Park-Sänger Chester Bennington Applaus zu stiften, für den Placebo ja noch kurz vor knapp als Ersatz gebucht wurden. Ich verabschiedete mich jedoch noch kurz vor Ende des Konzertes per Crowdsurf aus dem Stadion, weil ich im Talent-Forum noch Chevelle sehen wollte. Deshalb verpasste ich leider meinen Placebo-Lieblingssong „Pure Morning“ den sie wie immer zu letzt spielten.

    Chevelle
    Alex: Die 3 Brüder moshen sich in das Herz des Publikums und stellen einen absolut gelungenen Abschluss dar. Stimmige Songs zwischen Melodie und Krach.
    CiffI: Weil in der Umbaupause nicht viel los war konnte ich mich ohne Probleme in die erste Reihe an die Absperrung stellen und mich dort mit 2 amerikanischen Mädels unterhalten.
    Die 3 Loeffler-Brüder aus Chicago machten dann auch ordentlich Dampf mit ihrer Mischung aus Deftones und Tool. Das Publikum drehte auch so dermaßen ab, das die Securities ein paar Mal eingreifen musste, damit niemand verletzt wurde. (Ach hätten doch die Deftones da gespielt ).
    Allerdings musste ich auch hier wieder eher gehen, weil ich mir als Festival-Abschluss das Solo-Konzert des Depeche Mode-Sängers Dave Gahan auf der Alterna-Stage ansehen wollte. Eine Herzensangelegenheit sozusagen. Also verließ ich während des letzten Songs „The Red“ (durch den ich die Band kennen gelernt hatte) das Konzert, bevor sich wieder die ganze Masse aus der Halle quetschte.

    Dave Gahan

    Auf der Wiese vor der 2nd Stage hatten sich dann auch viele Leute aller Altersklassen eingefunden um mit diesem letzten Konzert des Festivals, das RockImPark-Wochenende ausklingen zu lassen. Und mit Dave Gahan hätte man den Act auch nicht besser wählen können. Denn ich denke nicht dass der Großteil der Besucher (wie auch ich) ihn sehen wollte, wegen seiner aktuellen Soloplatte, sondern wegen seiner Hauptcombo Depeche Mode und deren unzählbaren Hits. Und dessen war sich Mr. Gahan auch bewusst. Er kam auf die Bühne unter frenetischem Jubel mit seiner Big-Band, die ihn begleitete. Dave war sehr freundlich, grinste wie ein Honigkuchenpferd, bedankte sich oft und poste auf der Bühne wie einst Freddie Mercury. Die Setlist fing zuerst mit eigenen Songs an, wie die Single „Dirty, sticky Floors“ oder das ziemlich rockige „Bottle Living“. Doch nach und nach brachte Dave die größten DeMo-Klassiker ins Set: „Walking in my shoes“, „Never let me down again“, „Personal Jesus“ oder „I feel you“…und das Publikum sang lauthals mit *Gänsehaut pur*. Der Unterschied zu den üblichen Versionen, war die Instrumentierung. Statt die Songs, wie im Original mit Synthie, Drumcomputer und Keyboard, zu präsentieren, spielte Dave mit seiner Band eher Rock-Versionen mit E-Gitarre, Schlagzeug und Orgel und das hatte was. Nur schade dass Daves Stimme über die Jahre etwas nachgelassen hat. Während er früher für seinen sanften aber dennoch dunklen Gesang bekannt war, röhrte er heute die Songs mehr oder weniger heraus. Man merkte ihm auch trotz aller Agilität, seine Drogenvergangenheit an, in seinen Bewegungen und seinen Gesichtszügen die oft genug auf die Leinwände projiziert wurden. Vor allem als er sich seiner Leder-Weste entledigte, und Oberkörperfrei weiter spielte. Doch der Stimmung tat dies keinen Abbruch und das Publikum schwenkte seine Arme in den bunten Lichtscheinen der Bühnenstrahler. Nach mehrmaligem verschwinden und wiederkommen, spielte er als Abschluss den größten DeMo-Hit „Enjoy the Silence“ und brauchte eigentlich keine einzige Zeile mehr selbst zu singen, da ihm das Publikum mit voller Inbrunst die Strophen vorsang so dass man es weit über das Bühnengelände hören konnte. Da ging einem doch das Herz auf und ich vermisste meine Anne *schluchz*. Ein gelungener Abschluss eines grandiosen Festivals, wie ich finde.

    Selbst auf dem Rückweg konnte ich das Publikum noch endlos weit den Refrain von „Enjoy the Silence“ singen hören. Ich glaube die haben das noch ne Stunde lang gesungen, als Dave schon längst von der Bühne runter war. Fanatische Irre *g*

    Müde und glücklich kam ich dann als letzter am Zeltlager an, nachdem schon alle längst nach Placebo (oder Chevelle) eingetroffen waren. Dimki und Berni saßen wie immer noch als letztes draußen und tranken unsere letzten Bierreserven. Auch wenn davon nicht mehr viel übrig war, genauso wie unsere Grillkohle, weil irgendwelche Assis es geklaut hatten, wie mir Dimki dann berichtete.
    Alex: „Soviel zum Thema Ehrenkodex“.



    Post-Park

    Alex: Nachdem man nun am nächsten Morgen versuchte Mensch und Equipment irgendwie ins Fahrzeug zu pferchen, rückte die Abreise immer näher. Ausgekotzt, aber glücklich räumten die 6 Protagonisten in mehr oder weniger zurechnungsfähigem Zustand das vermüllte Feld, um das sie Penner, wie Waschbären gleichermaßen beneidet hätten.

    Nach einem Zwischenstopp zur Huldigung des kulinarischen Kapitalismus in einem lokalen McDonalds Fressschuppen, bei dem wir die Fahrertür des Vans sperrangelweit offen ließen, ging es weiter in Richtung Heimat.

    Ciffi: Somit hatte auch dieses Festivalwochenende für uns ein Ende und ich glaube, abgesehen von den ganzen entzückenden Familienausflügen der vergangenen Jahre, war es wohl das beste Pfingstwochenende was wir je hatten. Auch wenn am Anfang alles drunter und drüber zu gehen schien, wir beim Parkplatz suchen, beim Sachen schleppen oder beim Zeltaufbau alles hätten hinschmeißen können, so war’s rückblickend einfach nur geil und superlustig. Außerdem haben wir hier eine Erfahrung gemacht, die einem in der Wehrpflicht Gott sei Dank vorenthalten wird: mal richtig in der scheiße liegen wie der Opa immer erzählt von Stalingrad. Und es gibt keinen Grund, traurig zu sein oder wehmütig diesem neuzeitlichen Woodstock-Erlebnis hinterher zu trauern, denn wir werden sicher auch in den nächsten Jahren das ein oder andere Festival besuchen. Schließlich gibt es noch so viele verschiedene Festivals in Deutschland die es zu besuchen lohnt, Bands die wir noch nicht gesehen haben oder unbedingt wieder sehen wollen und der Spaß beim Camping ist es allemal wert. Um uns speziell an dieses Festival bei Rock im Park 2003 zu erinnern, wurde diese kleine Retroperspektive geschrieben und mir hat das schreiben jener, hoffentlich genauso viel Spaß gemacht, wie euch das lesen. In diesem Sinne…

    ROCK ´N ROOOOAAAAL!!!! *hust*
  • uz854jhßik4zj9hßr0étzijh9ß04zi5jh94zijh9ß24zh9ßw0

    25 nov. 2009, 20h43m par Deliraire

    (I simply hated my crammed profile but I do not want to get rid of the statistics.)

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    FUKK YOU, FUKKFACE!

    1st track: (22 Jun 2009)
    Witchcraft - ÉcouterWitchcraft

    1000th track: (07 Jul 2009)
    Nirvana - Turnaround

    2000th track: (19 Jul 2009)
    The Smashing Pumpkins - ÉcouterBullet With Butterfly Wings

    3000th track: (30 Jul 2009)
    Dishammer - Werewolves on Wheels

    4000th track: (18 Aug 2009)
    Astroqueen - Crashlander

    5000th track: (03 Sep 2009)
    Truckfighters - ÉcouterNitro

    6000th track: (15 Sep 2009)
    Wednesday 13 - ÉcouterHouse by the Cemetery

    7000th track: (24 Sep 2009)
    Graveyard - Evil Ways

    8000th track: (10 Oct 2009)
    Queens of the Stone Age - ÉcouterBetter Living Through Chemistry

    9000th track: (20 Oct 2009)
    Counting Crows - ÉcouterAmy Hit The Atmosphere

    10000th track: (03 Nov 2009)
    Eric Clapton - ÉcouterWonderful Tonight

    11000th track: (12 Nov 2009)
    Stone Temple Pilots - ÉcouterSin

    12000th track: (21 Nov 2009)
    The Kovenant - Via Negativa


    ...


    Monthly crap

    Jun-2009
    Arghoslent (55 plays)
    Jul-2009
    Interpol (102 plays)
    Aug-2009
    Fuck Off And Die! (61 plays)
    Sep-2009
    Anberlin (106 plays)
    Oct-2009
    Sasquatch (162 plays)
    Nov-2009
    Adema (131 plays)

    ...

  • Soundtrack of my life...funny game !

    24 nov. 2009, 23h01m par Stoov

    You wanna do the same, put your Media Player or Itunes or whatever on random mode and let it play ! It sometimes can be funny or totally inappropriate...

    Here is mine ;)

    Opening Credits
    Pony Pony Run Run - Walking on a Line

    Waking Up
    Pet Shop Boys - All over the world

    First Day At School
    Linkin Park - Nobody's Listening
    "Pfiouuu...I forgot I had this song in my library...lol"

    Falling In Love
    Fever Ray - Stranger Than Kindness

    Losing Virginity
    Cansei de Ser Sexy - ÉcouterMusic Is My Hot Hot Sex

    Fight Song
    The Notwist - Sleep
    "A fight with myself..."

    Breaking Up
    PJ Harvey - ÉcouterWhen Under Ether

    Prom
    VAST - Straight Into The End

    Life
    Radiohead - A Punchup at a Wedding

    Mental Breakdown
    Courtney Love - ÉcouterZeppelin Song

    Driving
    Vertical Horizon - Miracles
    "Great Choice..."

    Depression
    Garbage - Nobody Loves You
    "lol...I could hardly have chosen a better one..."

    Partying
    Madonna - ÉcouterLet It Will Be

    Happy dance
    Depeche Mode - Clean
    "Lol ! Hum...Not the typical kind of song to dance to..."

    Betrayal
    Queens of the Stone Age - Do It Again
    "I must be mad...lol"

    Regretting
    Marilyn Manson - ÉcouterThe Nobodies

    Long night alone
    Nine Inch Nails - ÉcouterSin

    Flashback
    Glass Candy - ÉcouterPoison or Remedy

    Getting Back Together
    Yeah Yeah Yeahs - ÉcouterNo No No

    Wedding
    SoftCell - Youth
    "Hum...would have been better in the flashback section or during a long night alone...lol"

    Birth of Child
    TV on the Radio - Tonight

    Final Battle
    Kids On TV - Raw Raw Raw
    "Well done...hahaha"

    Death Scene
    Madonna - Jump (Axwell Remix Edit)
    "Would have been better in the Happy Dance section...but gosh not for a Death Scene ! LOL !"

    Funeral Song
    Radiohead - ÉcouterDollars and Cents

    End Credits
    Nine Inch Nails - ÉcouterLast
    "Great End !!! lol"
  • Top 100 Albums Of The Decade (40 - 21)

    24 nov. 2009, 17h36m par GazGod

    40. David BowieHeathen (2002)



    39. Ruby ThroatThe Ventriloquist (2007)



    38. !!!Louden Up Now (2004)



    37. TrickyBlowback (2001)



    36. The Damage ManualThe Damage Manual (2000)



    35. The NotwistNeon Golden (2002)



    34. Boards of CanadaGeogaddi (2002)



    33. Nine Inch NailsWith Teeth (2005)



    32. IAMXThe Alternative (2006)



    31. MolokoThings to Make and Do (2000)



    30. The TussRushup Edge (2007)



    29. Michael JacksonInvincible (2001)



    28. Black Rebel Motorcycle ClubB.R.M.C. (2001)



    27. RadioheadKid A(2000)



    26. Kate BushAerial (2005)



    25. RitonHomies And Homos (2004)



    24. The White StripesDe Stijl – (2000)



    23. Hafdis HuldDirty Paper Cup (2006)



    22. GoldfrappFelt Mountain (2002)



    21. Queens of the Stone AgeRated R (2000)

  • Hein'z Decade Lists: 60 Favourite Records of the 2000s

    24 nov. 2009, 10h15m par HeinJr

    My 60 Favourite Records of the 2000s are:

    AirThe Virgin Suicides [Original Motion Picture Score] (2000)
    PJ HarveyStories From the City, Stories From the Sea (2000)
    Queens of the Stone AgeRated (2000)
    RadioheadKid A (2000)
    RadioheadAmnesiac (2001)
    LowThings We Lost in the Fire (2001)
    MillionaireOutside The Simian Flock (2001)
    The ShinsOh, Inverted World (2001)
    The StrokesIs This It? (2001)
    Super Furry AnimalsRings Around the World (2001)
    The White StripesWhite Blood Cells (2001)
    Zita SwoonLife = A Sexy Sanctuary (2001)
    2 Many DJ'sAs Heard on Radio Soulwax, Pt. 2 (2002)
    BeckSea Change (2002)
    BlackaliciousBlazing Arrow (2002)
    Johnny CashAmerican IV: The Man Comes Around (2002)
    The Chemical BrothersCome With Us (2002)
    The Eighties Matchbox B-Line DisasterHörse of the dög (2002)
    The Flaming LipsYoshimi Battles the Pink Robots (2002)
    InterpolTurn on the Bright Lights (2002)
    Milwaukee WildmenPsychosomatic (2002)
    Queens of the Stone AgeSongs For The Deaf (2002)
    Stuurbaard BakkebaardChuck (2002)
    SupergrassLife on Other Planets (2002)
    Tom WaitsAlice (2002)
    Tom WaitsBlood Money (2002)
    WilcoYankee Hotel Foxtrot (2002)
    BlurThink Tank (2003)
    CalexicoFeast of Wire (2003)
    RadioheadHail To The Thief (2003)
    The ShinsChutes Too Narrow (2003)
    TindersticksWaiting for the Moon (2003)
    Drive-By TruckersThe Dirty South (2004)
    Nick Cave & The Bad SeedsAbattoir Blues / The Lyre of Orpheus (2004)
    Kings of Convenience – Riot On An Empty Street (2004)
    Tom WaitsReal Gone (2004)
    Antony & The JohnsonsI Am a Bird Now (2005)
    The Arcade FireFuneral (2005*)
    Calexico / Iron & WineIn The Reins [EP] (2005)
    dEUSPocket Revolution (2005)
    Eels - Blinking Lights And Other Revelations (2005)
    My Morning JacketZ (2005)
    Ian SiegalMeat & Potatoes (2005)
    Sufjan StevensCome Feel The Illinoise! (2005)
    Belle & SebastianThe Life Persuit (2006)
    The KnifeSilent Shout (2006)
    MastodonBlood Mountain (2006)
    The Arcade FireNeon Bible (2007)
    LCD SoundsystemSound Of Silver (2007)
    M.I.A.Kala (2007)
    The NationalBoxer (2007)
    SpoonGa Ga Ga Ga Ga (2007)
    RadioheadIn Rainbows (2007)
    FeistThe Reminder (2007)
    Bon IverFor Emma, Forever Ago (2008^)
    Nick Cave & The Bad SeedsDIG, LAZARUS, DIG!!! (2008)
    Fleet FoxesFleet Foxes (2008)
    Hercules and Love AffairHercules And Love Affair (2008)
    TV on the RadioDear Science (2008)
    The Flaming LipsEmbryonic (2009)

    *) 2004 in Canada & U.S.
    ^) 2007 in U.S.

    I've made a lot of decadelists, like most musicnerds. Top 10 follows in december! Yeah!
  • Top Albums by Plays

    23 nov. 2009, 22h37m par chenzi

  • Favorite Albums Project (1970-2009) - Part I (2000-2009)

    23 nov. 2009, 12h42m par Funkafonik

    Alright, as we near the end of this first Y2K decade, it's time to take a look back at all the incredible Albums that have been released up to now.

    I'll start off this extensive research with 2000, up until 2009. I'll then go back to 1980, all the way up to 1999, to then wrap things up with the 70s and before.

    Seeing the amount of albums I listen(ed) to, I'll be choosing my Top 25 Albums for each year. An ordered Top 10, and ~15 others worth mentioning. I'm also considering the live albums and EPs (~5), but they have their own section since songs on these have usually already been released before.

    These are general rankings of how I see them today, and based on my Last.FM songs playcounts (2005-now) put through the formula:

    Total Sum of each Album's Song's (running time X playcount)
    DIVIDED BY
    Album's Total Running Time

    Thanks to MediaMonkey and its amazing scripting abilities, that formula gives an Album's REAL playcount, taking into consideration every song's lenght & playcount in relation to the overall album's lenght and # of songs on it.
    You'll see the result (# of times I've really listened to an album since 2005) besides each, along with my 10* Rating. (x/x)
    Besides each Year, you get the Total of all Albums' Playcounts and the average of all Albums' Ratings. (x / %)

    Note that I haven't necessarily discovered and enjoyed all these albums on their released years, some I discovered years later. So these are also based on how important (to me) some of these albums were at the time.

    (**) are the complete albums I was into at that time;
    (*) are albums that contained only a few song(s) I was into or listened to at that time;
    and those without (*) are albums I discovered years later.

    =======================
    Favorite albums (1970-1979)
    Favorite albums (1980-1989)
    Favorite albums (1990-1999)
    =======================

    2000 (139 / 81%)



    1) Furnished Souls for Rent (48/10) (**)
    2) The Screen Behind The Mirror (9/9) (**)
    3) Universe (6/9) (**)
    4) Dead Soul Men (6/9)
    5) undefined (1/9)
    6) A New Day Yesterday (1/9)
    7) CAB (4/9)
    8) Another Spin Around The Sun (5/8) (*)
    9) Origin (9/8)
    10) Stiff Upper Lip (1/8)

    Live/EP:

    -) S&M (-/10)
    -) Is There Anybody Out There? The Wall Live (-/10)
    -) Half the World Is Watching Me (-/9)
    -) Earth, Sky and Everything in Between (-/9)
    -) Spirit of Live (-/8)
    -) Not Enough Shouting (-/8)

    worth mentioning:

    -) Awake (3/8)
    -) The Perfect Element, Part I (1/8)
    -) SMPTe (3/8) (*)
    -) Don't Give Me Names (1/8)
    -) if_then_else (2/8)
    -) You Go Now (6/8)
    -) Rated R (6/8)
    -) Outbound (1/8)
    -) Brave New World (1/8)
    -) Flamenco.A.Go.Go (1/8)
    -) The Sickness (4/7)
    -) Lightbulb Sun (3/7)
    -) Shuttlecock (2/7)
    -) Mer De Noms (3/7) (*)
    -) My Favorite Headache (2/7)
    -) Crush (9/7) (*)
    -) Crack a Smile... and More (1994 album w/ Blues Saraceno) (1/7)




    2001 (99 / 84%)



    1) Leitmotif (23/10)
    2) Alive in an Ultra World (8/10) (**)
    3) The Pleasure and the Greed (10/10) (**)
    4) Amélie (3/10)
    5) Huron Street (6/9)
    6) Toxicity (3/9)
    7) Contact (2/9)
    8) Emalgamation (1/9)
    9) Days of the New III (4/9)
    10) Harry Potter and the Philosopher's Stone (2/9) (**)

    Live:

    -) Live Scenes From New York (-/10) (**)
    -) One Wild Night (-/10) (*)
    -) Half Life (-/9)
    -) Live at the Baked Potato (-/9)
    -) The Deep End (-/8)
    -) Live Frogs (-/7)

    worth mentioning:

    -) Lateralus (7/8)
    -) Everyday (2/8)
    -) Inertia (6/8) (*)
    -) Manic Moonlight (1/8)
    -) Feeding the Wheel (3/8) (*)
    -) Bridge Across Forever (1/8)
    -) Origin Of Symmetry (3/8)
    -) Tantric (1/8)
    -) Almost Heathen (3/8)
    -) Invincible (1/8)
    -) Unleashed Memories (1/8)
    -) 2 (2/8) (*)
    -) 10 000 Hz Legend (1/8)
    -) The Interzone Mantras (1/7)
    -) The Idiot King (2/7)
    -) Buck Fever (1/7)
    -) Book M (1/7)




    2002 (262 / 85%)



    1) Six Degrees of Inner Turbulence (25/10) (**)
    2) Population 1 (36/10) (**)
    3) Moon Babies (15/10) (**)
    4) Songs For The Deaf (21/9)
    5) 67 (28/9) (**)
    6) Move (12/9)
    7) In Absentia (11/9) (*)
    8) Freak Guitar (3/9)
    9) Saturate (25/9)
    10) El Cielo (13/9)

    Live/EP:

    -) Live From Oz (-/10) (*)
    -) Stolen Babies EP (-/9)
    -) And All That Could Have Been (-/9)
    -) Not for Your Ears (-/8)
    -) Boozed, Broozed & Broken-Boned (-/7)

    worth mentioning:

    -) Bounce (4/9) (*)
    -) X (13/8) (**)
    -) By the Way (2/8) (*)
    -) Exit Elvis (11/8) (**)
    -) Weight of the World (3/8)
    -) Steal This Album! (3/8)
    -) So, It's Like That (1/8)
    -) Remedy Lane (2/8)
    -) Diorama (4/8)
    -) Audioslave (6/8) (*)
    -) Vapor Trails (7/8) (*)
    -) From One (4/8)
    -) Dead Soul Tribe (1/8)
    -) Star Wars: Episode II: Attack of the Clones (3/7) (**)
    -) Independent (3/7)
    -) Believe (4/7)



    Coming up next: 2003



    Artists List

    3, 7 for 4, A Perfect Circle, AC/DC, Air, Attention Deficit, Audioslave, Béla Fleck and the Flecktones, Big Wreck, Black Label Society, Blues Saraceno, Bon Jovi, Breaking Benjamin, CAB, Chroma Key, Cosmosquad, Dave Matthews Band, Days of the New, Deadsoul Tribe, Def Leppard, Derek Sherinian, Disturbed, Don Ross, Dream Theater, dredg, Edwin, Enigma, Estradasphere, Evanescence, Freak Kitchen, Geddy Lee, Godsmack, Gov't Mule, Guano Apes, Harem Scarem, I Mother Earth, Iron Maiden, Joe Bonamassa, Joel Hoekstra, John Williams, Jordan Rudess, Karma to Burn, King's X, Kingdom Come, Lacuna Coil, Lucia Moniz, Mattias IA Eklundh, Metallica, Mew, Michael Jackson, Mourning Widows, MullMuzzler, Muse, Nine Inch Nails, Nuno Bettencourt, Pain of Salvation, Pink Floyd, Planet X, Poison, Porcupine Tree, Queens of the Stone Age, Ra, Red Hot Chili Peppers, Rush, Sam Aliano, Secret Chiefs 3, Silverchair, Steve Stevens, Steve Vai, Stolen Babies, Super TransAtlantic, System of a Down, Tantric, The Gathering, The Les Claypool Frog Brigade, The Tea Party, Tool, Transatlantic, Tribe of Judah, Wolfstone, Yann Tiersen.
  • Top 10 Albums of 2005

    23 nov. 2009, 11h43m par STOOPIDDITTIES

    10) Late Registration - Kanye West
    9) You Could Have It So Much Better - Franz Ferdinand
    8) A Fever You Can't Sweat Out - Panic! At the Disco
    7) X & Y - Coldplay
    6) Hypnotize - System of a Down

    5) Lullabies To Paralyze - Queens of the Stone Age

    Where oh where have you been my love?
    Where oh where can you be?
    It's been so long, since the moon has gone.
    And oh what a wreck you've made me.

    Are you there over the ocean?
    Are you there, up in the sky?
    Until the return of my love
    This lullaby

    4) Frances The Mute by The Mars Volta

    Who do you trust
    Will they feed us the womb
    Chrome the fetal mirage
    Will they feed us the womb
    I found the remnants
    Of a crescent fang
    It cleaned my wing
    Down to the bone
    Umbilical syllables
    Left to decode
    There was no cradle
    I can taste it
    Come on now

    3) Mezmerize - System of a Down

    I'll wait here
    You're crazy
    Those vicious streets are filled with strays
    You should've never gone to Hollywood

    They find you
    Two-time you
    Say you're the best they've ever seen
    You should've never trusted Hollywood

    2) Extraordinary Machine - Fiona Apple

    If there was a better way to go then it would find me
    I can't help it, the road just rolls out behind me
    Be kind to me, or treat me mean
    I'll make the most of it, I'm an extraordinary machine

    1) Out of Exile - Audioslave

    As you're laughing at this fool tonight
    Let me rid myself of any line that I might choose to trip you up
    And as I'm howling at the moonlight, don't you kid yourself
    I will be your luck, even at my worst
    I will be your luck, and never be your curse
  • If my life was a movie, what soundtrack would it have?

    22 nov. 2009, 22h51m par Speedyrulez

    Opening Credits
    Queens of the Stone Age - ÉcouterLightning Song
    Well, everybody will be awake.

    Waking Up
    Metallica - Thorn Within
    Oh yes, very nice waking up to. You already know the day's gonna be fucked up. :P

    First Day At College
    Pearl Jam - ÉcouterRats
    Ohnoes, there'll be rats everywhere. Quite a bad school then.

    Falling In Love
    Alice in Chains - ÉcouterSickman
    Looolwut?

    Losing Virginity
    Franz Ferdinand - ÉcouterVan Tango
    During the Tango? I can't even dance. :')

    Fighting
    The Killers - Glamarous indie rock and roll
    Oh yeah, this is gonna make you fight! :D [/sarcasm]

    Breaking Up
    Diamond Head - ÉcouterPlay It Loud
    .... :D

    Prom
    Bullet For My Valentine - ÉcouterForever And Always
    Playing BFMV on a Prom would be so awesome and so funny at the same time.

    Life
    Foo Fighters - The Last Song
    So, I only get one song and that's it? Well, very nice. :P

    Depression
    Interpol - ÉcouterWrecking Ball
    Hmm, very fitting. :)

    Driving
    Anthrax - ÉcouterCaught In A Mosh
    You will speed, and then crash. In about 5 seconds.

    Partying
    Muse - Resistance
    Nice song, but not really to party on. Sorry.

    Happy Dance
    Iron Maiden - Écouter2 Minutes to Midnight
    ''to kill the unborn in the womb'' .. very happy dance! :D

    You & Friends
    Pantera - Écouter(Reprise) Sandblasted Skin
    Jesus, please no. :p

    Betrayal
    Jimmy Eat World - ÉcouterThe Middle
    It's like the feel-good talk after the betrayal?

    Regretting
    Disturbed - Believe
    Don't see the link?

    Long Night Alone
    Metallica - Dirty Window
    ''I look out my window and see it's gone wrong'' A long night alone staring at a window, nice.

    Flashback
    Rage Against the Machine - ÉcouterKnow Your Enemy
    How very evil.

    Getting Back Together
    Iron Maiden - The Edge of Earth
    LOLLOLLOL.

    Wedding
    System of a Down - ÉcouterAttack
    .... .. :D

    Honeymoon
    Machine Head - Ten Ton Hammer
    ... 0_o ?

    Birth of Child
    Iced Earh - Greenface
    Nice alienchild. :D

    Losing Someone Dear
    Slipknot - Gently
    hmm.

    Final Battle
    Megadeth - ÉcouterHoly Wars...The Punishment Due
    Sweeeeet, fits really nice!

    Death
    Tenacious D - ÉcouterThe Metal
    So much metal that's it's gonna kill me. Not very likely. :p

    Funeral
    Slipknot - Tattered & Torn
    ö

    Final Credits
    The Sword - ÉcouterMaiden, Mother & Crone
    Just a nice track to end with. :]
  • Milestones

    22 nov. 2009, 18h18m par darkriser

    Last.FM Milestones1st track: (11 Nov 2008)
    Deadstar Assembly - ÉcouterUndone
    1000th track: (25 Nov 2008)
    Nine Inch Nails - ÉcouterUnderneath It All
    2000th track: (01 Dec 2008)
    Ulver - ÉcouterLost in Moments
    3000th track: (05 Dec 2008)
    Eisbrecher - Frage
    4000th track: (11 Dec 2008)
    In Flames - Behind Space 99
    5000th track: (14 Dec 2008)
    Megaherz - Herz aus Stein
    6000th track: (18 Dec 2008)
    Oomph! - ÉcouterFeiert das Kreuz
    7000th track: (01 Jan 2009)
    Lamb - Till the Clouds Clear
    8000th track: (07 Jan 2009)
    Disturbed - Rise
    9000th track: (13 Jan 2009)
    Jason Graves - ÉcouterI Left My Heart In Med Lab 3
    10000th track: (17 Jan 2009)
    Queens of the Stone Age - Morocco
    11000th track: (20 Jan 2009)
    Motörhead - ÉcouterAce Of Spades
    12000th track: (24 Jan 2009)
    UNKLE - Restless (Feat. Josh Homme)
    13000th track: (27 Jan 2009)
    Dope - Sex Machine
    14000th track: (30 Jan 2009)
    The Prodigy - ÉcouterOut of Space
    15000th track: (02 Feb 2009)
    Frank Klepacki - No Mercy '98
    16000th track: (05 Feb 2009)
    DJ Shadow - Lost and found (S.F.L.)
    17000th track: (09 Feb 2009)
    Red Hot Chili Peppers - Californication
    18000th track: (12 Feb 2009)
    Megaherz - Alles nur Lüge
    19000th track: (16 Feb 2009)
    Depeche Mode - ÉcouterNothing
    20000th track: (19 Feb 2009)
    Blue Stahli - High Heeled Low Life
    21000th track: (23 Feb 2009)
    Dark Tranquillity - ÉcouterWith the Flaming Shades of Fall
    22000th track: (02 Mar 2009)
    Akira Yamaoka - ÉcouterTraversing the Portals of Reality
    23000th track: (06 Mar 2009)
    RJD2 - Spark (rjd2 water damage mix)-bum
    24000th track: (09 Mar 2009)
    DJ Krush and Kodo - Ibuki Reconstruction
    25000th track: (13 Mar 2009)
    Rob Dougan - ÉcouterFurious Angels
    26000th track: (19 Mar 2009)
    Lofofora - ÉcouterLes Gens
    27000th track: (22 Mar 2009)
    The Crystal Method - ÉcouterNow Is the Time
    28000th track: (26 Mar 2009)
    Kotiteollisuus - Tuomittu
    29000th track: (30 Mar 2009)
    Wax Tailor - ÉcouterHow I Feel
    30000th track: (21 Apr 2009)
    Ministry - I'm Falling
    31000th track: (24 Apr 2009)
    Ultra Vomit - ÉcouterJack Chirac
    32000th track: (28 Apr 2009)
    Theatre of Tragedy - ÉcouterAoede
    33000th track: (01 May 2009)
    Pantera - ÉcouterHellbound
    34000th track: (06 May 2009)
    Scar Symmetry - Holographic Universe
    35000th track: (16 May 2009)
    Theatre of Tragedy - Liquid Man
    36000th track: (22 May 2009)
    Tenacious D - ÉcouterRock Your Socks
    37000th track: (28 May 2009)
    Infected Mushroom - ÉcouterIM the Supervisor
    38000th track: (01 Jun 2009)
    Secret Chiefs 3 - ÉcouterRenunciation
    39000th track: (05 Jun 2009)
    Eternal Deformity - Fate
    40000th track: (10 Jun 2009)
    Cradle of Filth - Halloween 2
    41000th track: (13 Jun 2009)
    KMFDM - Virus
    42000th track: (19 Jun 2009)
    The Chemical Brothers - ÉcouterCome With Us
    43000th track: (24 Jun 2009)
    Ulver - ÉcouterHallways of Always
    44000th track: (28 Jun 2009)
    大島ミチル - Romei
    45000th track: (04 Sep 2009)
    Portishead - ÉcouterSheared Box
    46000th track: (15 Sep 2009)
    Texas - ÉcouterSunday Afternoon
    47000th track: (24 Sep 2009)
    Robyn Miller - Myst (OST) - 10 - Mechanical Age - Sirrus' Cache
    48000th track: (01 Oct 2009)
    Hans Zimmer - ÉcouterThe Kraken
    49000th track: (07 Oct 2009)
    Clan of Xymox - Cry in the Wind
    50000th track: (14 Oct 2009)
    Venetian Snares - Cruel Whole (Abelcain remix)
    51000th track: (18 Oct 2009)
    Limbonic Art - In Abhorrence Dementia
    52000th track: (23 Oct 2009)
    My Dying Bride - ÉcouterInto the Lake of Ghosts
    53000th track: (27 Oct 2009)
    Treponem Pal - Nowhere Land
    54000th track: (04 Nov 2009)
    1349 - ÉcouterI Am Abomination
    55000th track: (10 Nov 2009)
    Mastodon - Thank You For This - We Built This Come Death
    56000th track: (17 Nov 2009)
    Hypocrisy - Sodomized
    57000th track: (22 Nov 2009)
    Diabolicum - Serenade of the Imperial Darkness
    Generated on 22 Nov 2009
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